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06. Dezember 2012

Jehol

热河 Rèhé (heißer Fluss - mandschurische Aussprache: Jehol)
承德 Chéngdé (die Tugend erhalten - heutiger Name)

„Also Jehol bedeutet ,heißer Fluß’. Seine Quelle ist in den Gärten des kaiserlichen Sommerpalastes zu finden. Die Provinz Jehol, Teil der äußeren Mongolei, hatte ursprünglich nur mongolische Noanadenvölker als Einwohner. Allmählich drangen die Söhne des Hàn [漢], die Chinesen, vor.
Hier ist der Ursprung der heißen Quelle des Jeholflusses. Ich tauche meine Hand hinein: warm. Friede herrscht inmitten der Paläste, Türme und Seen, Hügel, künstlichen Hohlwege und Grotten. Auf weiten Rasenflächen vereinzelte Rehe, Karpfen sind in den Teichen. Hier Tempel, da Palast! Beide scheinen oft zu verschmelzen in dieser Kaisertempelstadt. Wie Paläste und Gärten und das alles zusammenklingt, wie die Tempel, die oft Burgen, Festungen scheinen und vielleicht auch waren, in der Landschaft stehen, gegen den Himmel ragen, in schönen, alten und rassigen Formen, wie sie an ausgesuchtester Stelle auf halber Höhe eines Berges oder am Rande eines anderen, umgeben von Pavillons, liegen, das ist das einzigartig Große Jehols, denn ohne die Tempel und Paläste gesehen zu haben, hat man Jehol nicht besucht. Hier werde Hof gehalten, wurden selbst die Gesandten europäischer Staaten zu Audienzen empfangen. Jehol hat eine wichtige Rolle in der chinesischen Geschichte gespielt. Berühmt ist die Flucht des Kaisers nach Jehol im Opiumkrieg.
Erst nach langem Wandern gelangt man vor die gewaltige Anlage des eigentlichen Tempelgebäudes. In wunderbarer Farbigkeit leuchten die braunrotgelben Baumassen, der Palast ähnelt dem Tempelpalast auf dem Potala-Hügel in Lhasa (Tibet). Hoch empor steigt der würfelförmige, sechsstöckige, wuchtige, aus mächtigen Steinquadern errichtete Unterbau mit dem darüberstehenden Ziegelbau. … Hier oben auf höchster Terrasse, man möchte glauben, nahe dem Himmel, fern und ungesehen von der weiten Welt, befindet sich der goldene Tempel ‚Wan-fa-kuei-i-tien’, rot und erdfarben leuchtend. Sein getreues Abbild wurde auf der Weltausstellung 1933 in Chikago gezeigt. Getreu, aber ohne die einzigartige Landschaft und das ganze Baugelände nur ein unvollkommenes Bild."

(Marga Taisen: Und Buddha lächelt. Eine Frau im Wirbel Asiens. Braunschweig: Gustav Wenzel & Sohn, 1939)
 
In der kleinen nordchinesischen Stadt Chéngdé wurde 1703 im Auftrag des Kaisers das Bergdorf zur Vermeidung der Sommerhitze (避暑山庄 Bì Shŭ Shānzhuāng) gebaut, denn Peking ist im Sommer grässlich heiß. Es lag inmitten eines großen Parks und war von einer 25 Kilometer langen Mauer umgeben. Unter anderem wurde 1793 hier die erfolglose britische Macartney-Mission empfangen.

Als Kaiser Jiāqìng (嘉慶) 1820 während eines Gewitters in der Nähe des Palastes vom Blitz erschlagen wurde, verließ der Hof in Eile den Ort, und der Sommerpalast diente danach nur einmal noch Kaiser Xiánfēng (咸豐) als Aufenthaltsort, als er sich 1860 im Zweiten Opiumkrieg auf der Flucht vor englischen und französischen Truppen befand.
 

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