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06. Dezember 2012

Japanisch

日本語 Nihongo (Japan + Sprache)


„Mein Versuch, Japanisch zu lernen, bestand darin, auf dem Flug von San Francisco nach Tokio das Buch Japanisch auf einen Blick zu lesen. Diese Methode wird von Fachleuten nicht empfohlen. Fachleute empfehlen, als japanisches Kind geboren zu werden und in einer japanischen Familie in Japan aufzuwachsen.“
(Dave Barry: Ein Amerikaner in Tokio. Die volle Wahrheit über Japan. 1993. ISBN 3-8218-0320-7)

Die japanische Sprache ist im Ursprung etwas völlig Eigenständiges. Zwar entspricht ihre Grammatik – ebenso wie die des Koreanischen – dem Altaischen (Agglutination, Wortstellung), die Aussprache ist jedoch typisch austronesisch (keine Doppelkonsonanten, kaum Endkonsonanten).
 
„Ganz gleich, was alle Sprachlehrbücher, Freunde oder Online-Sprachkurse Dir erzählen wollen: Japanisch ist NICHT einfach, leicht oder auch nur ansatzweise rational. (Das japanische Vokabular zum Beispiel wurde festgelegt, indem man dünne Sushiröllchen, an denen kleine Zettel mit einzelnen Silben hingen, an eine Dart-Scheibe warf.) ...

Japanisch ist aber nicht nur nicht leicht – es ist wahrscheinlich eine der schwierigsten Sprachen, die man überhaupt lernen kann. Mit seinen DREI völlig verschiedenen Schriftsystemen (von denen keines irgendwie nachvollziehbar ist), mit seiner Vielzahl an sinnlosen und verwirrenden Höflichkeitsstufen und mit der absolut psychopathischen Struktur seiner Grammatik hat das Japanische von Anbeginn an noch jeden Gaijin kleingekriegt.“

(Dan Barrett in www.enemieslist.net/nyr; übersetzt von Thomas Golnik in http://www.thomas-golnik.de/japan/04.html)
 
„Je nachdem, mit wem man spricht, muß man verschiedene Höflichkeitsstufen benutzen. Die Wahl der richtigen Höflichkeitsstufe ist von vielen Aspekten abhängig: Alter des Sprechers, Alter des Gesprächspartners, Uhrzeit, Sternzeichen, Blutgruppe, Geschlecht, ob man eher der Grass- oder eher der Rock-Pokémon-Typ ist, Farbe der Unterhosen usw. usf. Um einen ersten Eindruck zu bekommen, betrachte man das folgende Beispiel.
  • japanischer Professor: Guten Morgen, Klaus.
  • Klaus: Guten Morgen.
  • japanische Kommilitonen: (namenloses Entsetzen)
Alles in allem kann man sagen, daß die Höflichkeitsstufen etwas sind, was völlig außerhalb Deines Begriffsvermögens liegt... also versuche es erst gar nicht! Begnüge Dich damit, für den Rest Deines Lebens wie ein kleines Mädchen zu sprechen, und hoffe darauf, daß Dich niemand vermöbelt.“
(Dan Barrett in www.enemieslist.net/nyr; übersetzt von Thomas Golnik in http://www.thomas-golnik.de/japan/04.html)
 
Chinesische Fremdwörter
 
Japanisch unterscheidet sich vom Chinesischen grundlegend in Aussprache und Grammatik und ist auch keine Tonsprache. Seit dem 3. Jahrhundert übernahm das Japanische zusammen mit der chinesischen Schrift zahlreiche chinesische Lehnwörter, die jedoch an die japanische Aussprache angepasst wurden. Ein großer Teil des heutigen japanischen Wortschatzes hat deshalb chinesische Wurzeln.
 
Fremdwörter
 
Mit der Öffnung zum Westen im 19. Jahrhundert wurden zunehmend Lehnwörter aus europäischen Sprachen übernommen. Ihr Anteil beträgt mittlerweile 10 bis 15 Prozent. Solche Wörter werden nicht mit Schriftzeichen (漢字 Kanji) geschrieben, sondern in der Silbenschrift Katakana (カタカナ).
 
Aussprache und Melodie
 
„Die Aussprache des Japanischen ist nicht schwierig - im Vergleich zu anderen asiatischen Sprachen geradezu ein Kinderspiel. Kein kompliziertes Melodiesystem wie im Chinesischen oder Thailändischen, keine dumpfen Grunzlaute wie im Mongolischen. Dementsprechend würde es auch leicht fallen, gesprochenes Japanisch in den Animes zu verstehen, wenn ... ja, wenn die Leute nicht so atemberaubend schnell reden würden, und wenn man immer wüsste, wo das eine Wort aufhört und das nächste anfängt.

Japanisch ist eine klangvolle Sprache, reich an Vokalen (Selbstlauten). Es gibt kaum ähnlich klingende Laute, die zu Verwechslungen führen könnten.

Die Betonungen sind nicht sehr ausgeprägt, was Japanisch manchmal etwas monoton klingen lässt. Die wichtigen Wörter im Satz werden nicht so stark hervorgehoben wie im Deutschen. Das Japanische ist eher ein gleichförmiger Fluss von Wörtern als ein kraftvolles Auf und Ab. Eine japanische Bekannte von mir hatte früher das Problem, dass ihr Deutsch, obwohl es sehr gut war, von Deutschen oft nicht verstanden wurde. Bis ihr auffiel, dass sie beim Sprechen viel zu wenige Betonungen setzte und in derselben gleichförmigen Strömung redete, wie sie auch ihre Muttersprache Japanisch sprach. Erst, als sie anfing, die deutschen Sätze förmlich zu kneten, wie man einen zähen Teig knetet (so nannte sie es selbst), also Kraft hineinzulegen, zuzupacken und wieder loszulassen, wurde ihr Deutsch überall verstanden. ...

Japanisch hat keinen Rhythmus wie eine Eisenbahn, sondern schwebt dahin wie ein Boot auf dem Meer. Aber natürlich kann man auch auf Japanisch flüstern, stottern oder schreien.“
(Martin Clauß, Maho Watanabe-Clauß: Das große Anime Lösungsbuch. Norderstedt: Books an Demand, 2005. ISBN: 3-8334-3579-8)
 

japanische Sprache und Schrift

Aizuchi 相槌 - Frauensprache 女性語 - Fünfzig-Laute-Tafel 五十音  - Höflichkeitssprache 敬語 - Ja はい - Japanisch 日本語

- Hiragana ひらがな - Japanische Schrift 日本の表記体系 - Kana がな  - Kanji 漢字 - Kanji des Jahres 今年の漢字 - Katakana カタカナ - Kokuji 国字 - Kun-Lesung 訓読み - On-Lesung 音読み

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