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06. Dezember 2012

Innere Mongolei

内蒙古 Nèi Měnggǔ (innen + Mongolei)
内蒙古自治区 Mèi Měnggǔ Zìzhìqū (innen + Mongolei + selbst + verwalten + Region)
Öbür mongɣul (mongolischer Name)
Öbür mongɣul-un öbertegen ǰasaqu orun (mongolischer Name)
1.183.000 km²
24,2 Millionen Einwohner
20 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Hohhot (呼和浩特 Hūhéhàotè)

 

Auf einer Chinakarte sieht die Innere Mongolei aus wie eine lange Schwade, die nach Norden zieht. In ihrer Mitte ist Grasland, im Westen endlose Wüste, und der Osten ist dicht bewaldet.
 
Die Bezeichnung als „innere“ Mongolei spiegelt die sinozentrische Sicht wider. Sie ist vom mandschurischen dorgi/tulergi abgeleitet. Der Begriff „Äußere Mongolei“ ist veraltet. Der größte Teil dieses Gebietes bildet heute den Staat Mongolei. Mongolen nennen die beiden Regionen Vordere (= Südliche, statt Innere) und Hintere (= Nördliche, statt Äußere) Mongolei.
 
mongolei-aussen mongolei-innen
外蒙古
Wai Měnggǔ
内蒙古
Nèi Měnggǔ
Äußere Mongolei Innere Mongolei
Mongolen nennen die beiden Regionen Vordere (= Südliche, statt Innere) und Hintere (= Nördliche, statt Äußere) Mongolei. Die Bezeichnung als „innere“ Mongolei spiegelt die Sicht der Chinesen wieder und ist vom mandschurischen dorgi / tulergi abgeleitet.
呼和浩特 - ᠬᠥᠬᠡᠬᠣᠲᠠ
Hūhéhàotè - Kökeqota
王昭君
Wáng Zhāojūn

Der mongolisch Name der Stadt Hohhot bedeutet „Blaue Stadt“; die chinesische  Übersetzung (青城 = „blaugrüne Stadt“) lässt jedoch auch „grün“ zu.


„‚Hohhot. Ah ja.‘ Das Gesicht der chinesischen Gastgeberin am Vortag spricht Bände. ‚Und was wollt ihr da?‘ ... Hongkong, ja. Shanghai, selbstverständlich. Aber Hohhot? Nur 430 Kilometer von Peking entfernt - und doch in einer anderen Welt.
Dabei ist Hohhot eine boomende Stadt. Tetrapak hat seit 2009 eine Produktionsstätte dort. Windenergie-Anlagenbauer Vestas ebenso. Die Stadt ist Verwaltungssitz des Autonomen Gebiets Innere Mongolei. Autonom ist das Gebiet freilich nur unter den Bedingungen des chinesischen Staates - also gar nicht. …
Noch nicht einmal zehn Prozent der rund 2,3 Millionen Einwohner Hohhots sind Mongolen...
Hochhäuser wachsen überall aus dem Boden. China eben.“
(Martin Bernstein  in der Süddeutschen Zeitung vom 23. November 2011: Hohhot? Was wollt ihr in Hohhot?)

Wáng Zhāojūn war eine der vier berühmten Schönheiten (四大美人 sìdà měirén) der chinesischen Geschichte. Sie war eine Zofe am Hof des Han-Kaisers Yuan Di (元帝, 75 – 33 v. u. Z.) und ließ sich für die Annäherung zwischen Han-Chinesen und Hunnen freiwillig dem Hunnen-Häuptling zur Frau geben.

Ihr Grab besteht aus einem 33 Meter hohen Hügel. Der Volksmund will es, dass der Hügel bis September grün ist, wenn das Gras in der weiteren Umgebung bereits verwelkt. Deshalb heißt die Anlage auch „Grünes Grab“ (青塚 Qīng Zhǒng).

五塔寺
Wǔtǎsì
 乳都

Der Fünf-Pagoden-Tempel mit der so genannten Diamantthron-Sarira-Pagode (金刚座舍利宝塔) ist ein zwischen 1727 und 1732 erbauter buddhistischer Tempel.

Hohhot gilt seit 2005 offiziell als Milchhauptstadt Chinas. Die weiten Weideflächen der Inneren Mongolei ermöglichen Viehzucht in einem Ausmaß, der im dicht besiedelten China sonst kaum möglich ist.

 
 
 

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