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05. Dezember 2012

Hyundai

현대,  現代 Hyeondae (neu + Epoche)

hyundai

Hyundai ist ein Mischkonzern, der vom Hochhaus über den Supertanker bis hin zu Lebensmitteln alles herstellt. Hyundai wurde 1947 von Chung Ju-yung (정주영, 鄭周永 Jeong Ju-yeong) als Bauunternehmen gegründet. Der Aufstieg zum Großkonzern begann, nachdem man 1965 in Thailand erstmals Bauprojekte durchgeführt hatte. Der Konzern gründete in schneller Folge neue Unternehmen, die in den Bereichen Anlagen-, Schwermaschinen-, Schiff- und Schiffsmotorenbau, Möbel, Elektrotechnik, Elektronik und Fahrzeugbau sowie Versicherung zu Großunternehmen heranwuchsen.

Hyundai Pony

Der Hyundai Pony  (현대 포니) war Symbol einer sich aufrappelnden Nation. Seinen Mythos gewann dieser Kleinwagen allerdings außerhalb Koreas: als Exportschlager in Nordamerika. Als Konkurrenz der Japaner sollte der zunächst jährlich 5.000 kanadische Autokäufer überzeugen Schon im zweiten Jahr, 1986, wurde diese Erwartung der Hyundai-Manager um das Sechzehnfache übertroffen. Mit 80.000 Ponys war Hyundai auf einen Schlag wichtigster Autoimporteur in Kanada. Beflügelt vom Erfolg auf diesem nordamerikanischen Testmarkt steuerte Hyundai auch die Straßen der USA an.

정주영 리더십

Chung Ju-yung träumte als Kind davon, Lehrer zu werden, doch seine Familie konnte sich die Ausbildung nicht leisten. Seine Geschäftstüchtigkeit wurde deutlich als er in die Stadt zum Holzverkaufen geschickt wurde. Der Armut überdrüssig, beschloss er im Alter von 16 Jahren,  zusammen mit einem Freund von zu Hause wegzulaufen. Sie heuerten in einer 20 Kilometer entfernten Stadt als Bauarbeiter an und verdienten ihr erstes Geld. Doch nach zwei Monaten fand sie sein Vater.

Daheim plante er sofort seinen nächsten Ausreißeversuch. Dieses Mal machte er sich zusammen mit zwei Freunden auf dem Weg nach Seoul. Doch dieses Mal kamen sie nicht weit, denn der Vater entdeckte sie im Haus des Großvaters.

Vor dem dritten Fluchtversuch blieb Chung ein Jahr lang auf dem elterlichen Bauernhof. Als er der Ansicht war, seine Verpflichtung gegenüber der Familie abgearbeitet zu haben, kaufte er für 70 Won, die er für den Verkauf einer Kuh erhalten hatte, eine Zugfahrkarte nach Seoul. Dort besuchte er eine Schule für Buchführung. Doch nach zwei Monaten machte ihn sein Vater wieder ausfindig und brachte ihn zurück auf den Bauernhof.

Dort blieb er jedoch nicht lange, denn mit 18 Jahren floh er zusammen mit einem Freund, der einer Zwangsheirat entgehen wollte, erneut nach Seoul. Er arbeitete zunächst als Bauarbeiter. Nach einem Jahr in einer Sirupfabrik wurde er Auslieferungsfahrer in einem Reisladen. In dieser Tätigkeit  überzeugte er den Ladenbesitzer so von sich, dass ihm dieser nach sechs Monaten die Buchführung überließ. 1937 erkrankte der Ladenbesitzer schwer und überließ dem 22jährigen Chung den ganzen Laden. Dieser führte den Laden erfolgreich bis zum Jahr 1939 als die japanischen Besatzungsbehörden ein Reisrationierungssystem einführten. Chung gab den Laden auf und kehrte in sein Heimatdorf zurück, doch bereits im darauf folgenden Jahr begab er sich wieder nach Seoul und eröffnete dort eine Autowerkstätte, deren Mitarbeiterzahl innerhalb von drei Jahren von 20 auf 70 stieg. Doch nachdem ihn die Besatzer zwangen, mit einer Stahlfabrik zusammenarbeiten, gab er die Werkstätte auf und kehrte wieder in sein Dorf zurück, dieses Mal mit 50.000 Won in der Tasche.

1946, nach der Befreiung Koreas, stieg Chung erneut ins Automobilgeschäft ein. Sein größter Auftraggeber war die US-Armee, aber nach der nordkoreanischen Invasion musste er nach Busan fliehen, konnte aber nach der Rückeroberung Seouls seine Firma weiter führen. Er erhielt noch mehr Aufträge von den US-Amerikanern und begann seine Firma zu diversifizieren. „Es gibt Schwierigkeiten, aber kein Versagen“, lautete sein Lebensmotto.

 

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