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05. Dezember 2012

Hunan

湖南 Húnán (See + Süden; südlich des Donting-Sees 洞庭湖 Dòngtíng Hú)

湖南Húnán Shěng (Hunan + Provinz)
Abkürzung: 湘 (Xiāng)
210.800 km²
64 Millionen Einwohner
306 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Chángshā (长沙)

hunan

„Der bekannteste Export der Provinz Hunan liegt einbalsamiert auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Beijing. Wahrscheinlich würde Máo Zédōng [毛泽东 ; 1893 - 1976], berühmtester Sohn Hunans, sich in permanenter Rotation befinden, würde er sehen, wie sich die Volksrepublik China in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Ein Blick in seine Heimatprovinz könnte die Rotation ein wenig verlangsamen.
 
Vor allen auf dem Land hat sich hier seit Maos Zeiten nicht viel verändert. Sieht man von Chángshā [长沙] ab, wo die Spuren der Reformpolitik deutlich zu sehen sind, ist eine Reise nach Hunan auch immer eine kleine Zeitreise, vor allem, wenn Sháoshān [韶山], Maos Geburtsort auf dem Besuchsplan steht. Hier huldigt man dem Werk des Großen Vorsitzenden, indem man das revolutionäre Erbe hochhält und an jeder Ecke das Lieblingsgericht Maos anbietet: Hóngshāo Ròu [红烧肉], eine fette Gulaschvariante, allerdings milder als die meisten Gerichte der Provinz.
 
Eine Reise nach Hunan empfiehlt sich jedoch nicht nur als Blick in die revolutionäre Vergangenheit. Die Provinz hat auch einige der schönsten Naturschutzgebiete Chinas, allen voran der Wǔlíngyuán [武陵源] im Nordwesten an der Grenze zu Húběi [湖北].
(Francoise Hauser und Volker Häring: China-Handbuch. 2005. ISBN 3-897940701)
 
长沙
Chángshā
洞庭湖
Dòngtíng Hú
Chángshā liegt am Xiang-Fluss und beherbergt das größte Chinesische Restaurant der Welt, das Xihulou (西湖楼), mit 4.000 Plätzen.
1904 wurde Chángshā zu einem für Ausländer offen stehenden Hafen. In der Folgezeit siedelten sich viele Europäer und Amerikaner an. Der ausländische Einfluss zeigte sich vor allem im Bau von Kirchen und Schulen.
1912 bis 1918 lebte Mao Zedong als Student in Changsha. In dieser Zeit erfolgte seine Hinwendung zum Kommunismus.
Der Name der Provinz stammt daher, dass Húnán südlich des Donting-Sees liegt (湖 hú See; 南 nán Süden). Die Provinz als Húnán und Húběi in der Provinz Húguǎng (湖廣) zusammengefasst, spielte eine wichtige Rolle bei der Reisversorgung, was in dem Sprichwort „Wenn in Huguang die Ernte gut war, geht es dem Reich gut!“ zum Ausdruck kommt.
Der Dongting-See (expandierender Hof) ist der zweitgrößte Binnensee Chinas.  Die normale Fläche des Sees beträgt 2.820 km²; im Sommer, wenn die Hochwasser des Jangtse in den See fließen, kann sich die Fläche bis auf 20.000 km² ausdehnen. Damit stellt er ein natürliches Rückhaltebecken dar.
武陵源
Wǔlíngyuán
韶山
Sháoshān
Abseits jeder westlichen Touristenroute liegt das zum Weltkulturerbe gehörende Naturschutzgebiet Wǔlíngyuán. Angehörige verschiedener Minderheiten haben sich in dem zerklüfteten Karstgebiet mit seinen schroff aus der subtropischen Vegetation ragenden kegelförmigen Bergen viel von ihrer ursprünglichen Lebensweise erhalten. Über 3000 Kalksteinnadeln ragen in den Himmel, fast 1.000 davon sind mehr als 400 Meter hoch.
Die 100.000-Einwohner-Stadt Sháoshān wurde berühmt als Heimatort Mao Zedongs (毛泽东) und war während der Kulturrevolution  das Ziel von Millionen Rotgardisten.

Die Küche der Provinz Hunan ist für ihren großzügigen Gebrauch scharfer Chilischoten bekannt. Touristen, die ihre Mahlzeiten im Hotel einnehmen, werden wahrscheinlich nicht die Gelegenheit haben, diese bekannten, sehr scharfen Spezialitäten zu probieren. Offensichtlich haben die Hotel-Köche Anweisung, die Geschmacksnerven ihrer Gäste nicht zu strapazieren.
 

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