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05. Dezember 2012

Hubei

湖北 Húběi (See + Norden)

湖北省 Húběi Shěng (Hubei + Provinz)
Abkürzung: 鄂 (È)
187.500 km²
60 Millionen Einwohner
321 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Wǔhàn (武汉)

In Chinas geografischer Mitte liegt die Hubei, die „Provinz der tausend Seen“, die beim Austritt der Flüsse ins Flachland entstanden. Ihren Namen Húběi (nördlich des Sees) trägt die Provinz aufgrund ihrer Lage nördlich der Seenregion an der Grenze entlang des Jangtse (长江 Chángjiāng).
 
Der Jangtse und der Han-Fluss (汉江 Hànjiāng), nach dem das Han-Volk (汉族 Hànzú) der Chinesen und die Han-Dynastie (漢朝 Hàncháo, 206 v. u. Z. – 220) benannt sind, durchziehen die fruchtbare Provinz mit ihren Seen, Wasserwegen und bewässerten Feldern. Zu mehr als 70 Prozent besteht Hubei aber aus Hügel- und Berglandschaft, in der die Bauern terrassenförmige Felder angelegt haben.
 
Die Entwicklung der Provinz wurden dadurch geprägt, dass Hubei - obwohl Binnenprovinz - über gute Flussverbindungen mit den Küstenregionen und dem Ausland verbunden ist. So hat Wǔhàn nach Shanghai den größten Hafen am Jangtse.
 
武汉
Wǔhàn
武汉长江大桥
Wǔhàn Chángjiāng Dàqiáo
Die Provinzhauptstadt Wǔhàn ist ein zentraler Eisenbahnknotenpunkt. Die Jangtse-Flussfähren legen regelmäßig stromaufwärts und stromabwärts ab.  Auch die wichtige Nord-Süd-Eisenbahnlinie von Peking (北京 Běijīng) nach Kanton (广州 Guǎngzhōu) überquert in Wǔhàn den Jangtse. Die Stadtteile der von Jangtse und Han-Fluss dreigeteilten Provinzhauptstadt wurden Ende des 19. Jahrhunderts zunächst unter dem Namen Hankau (漢口 Hànkǒu) bekannt. Das heutige Wǔhàn entstand 1953 durch den Zusammenschluss von Wǔchāng (武昌), Hànkǒu und Hànyáng (漢陽). Heute ist Wǔhàn nach  Chóngqìng (重庆) weiter stromaufwärts die größte Stadt im chinesischen Binnenland.
In Wǔchāng begann 1911 mit dem Aufstand gegen die Zentralregierung die Chinesische Revolution. Ähnlich wie in Schanghai gab es im Stadtteil Hànkǒu bis Mitte der 1930er europäische Konzessionsgebiete, weshalb noch viel Kolonialarchitektur erhalten ist wie z. B. das kaiserlich deutsche Konsulat. Neben Shanghai war Wǔhàn die einzige chinesische Stadt mit nennenswerter Industrie.
(Foto: Wikimedia)
Die 1.156 Meter lange, doppelstöckige Jangtse-Brücke, eine der ersten technischen Errungenschaften der Volksrepublik China, überspannnt den Strom in 80 Metern Höhe. Sie wurde 1957 als erste Brücke über den Jangtse fertiggestellt und verbindet den nördlichen und südlichen Teil Chinas. Die Brücke machte die bei Hochwasser und Nebel gefährlichen Fährverbindungen überflüssig.
Bis zu ihrer Fertigstellung gab es auf der gesamten Länge des Jangtse keine Brücke. Passagiere der Eisenbahnlinie mussten den Jangtse mit der Fähre überqueren und konnten erst dann ihre Reise im Zug fortsetzen. Auf Brücke sind die Chinesen besonders stolz. Inmitten der Planungsphase verließen die sowjetischen Ingenieure die Baustelle und nahmen sämtliche Baupläne mit. Die Brücke wurde daraufhin ohne fremde Hilfe fertiggestellt. und ist seitdem Symbol für die chinesische Unabhängigkeit.
武当山
Wǔdāngshān
三峡大坝
Sānxiá Dàbà
Die Wudang-Berge, auch bekannt unter dem Namen Berg der Mysterien (玄岳 Xuányuè) im Nordwesten der Provinz bestehen aus 72 Gipfeln, der höchste mit 1612 m ist der Tiānzhù (天柱 Himmelspfeiler) und sind ein heiliger Ort der Daoisten.
(Foto: Wikimedia)
Der Jangtse richtete durch Überschwemmungen immer wieder Verwüstungen an, und schnitt sich tief in den Fels, wodurch die malerischen Drei Schluchten (三峡 Sānxiá) entstanden. Der Jangtse ist auch die Kraft hinter dem Wasserkraftwerk des umstrittenen Drei-Schluchten-Damms.
„In chinesischen Kampfsportkreisen gilt das geflügelte Wort ‚Im Süden die Wudang-Schule, im Norden die von Shàolín [少林], denn auf dem Berg Wǔdāngshān entstand die Kampfkunst des Neijia-Boxens [內家 Nèijiā], des Inneren Boxens.
 
Als ihr Begründer gilt der daoistische Mönch Zhāng Sānfēng [張三丰]. Vor 700 Jahren soll er den Kampf eines Kranichs mit einer Schlange beobachtet haben. Durch ihre geschmeidigen, kreisenden und blitzartigen Bewegungen besiegte die Schlange den Kranich, Zhāng Sānfēng erfasste die Essenz der Bewegungen der am Boden kriechenden Schlange und fügte sie zu einem Zyklus von fließenden Arm- und Beinbewegungen zusammen, woraus sich der meditativ anmutende Stil des Tàijíquán ([太極拳] Tai Chi) entwickelte.“
(Karl Johaentges, Uli Franz: Chinas heilige Berge. 2005. ISBN 3-89405648-7)
 

Provinzen" Chinas
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