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05. Dezember 2012

Hokusai (Katsushika Hokusai)

葛飾北斎 Katsushika Hokusai (Familienname Katsushika + Stadtteil Tokyos Katsushika)
1760 - 1849

Selbstportrait als alter Mann
(Bild: Wikimedia)

„Seit meinem sechsten Lebensjahr fühlte ich die Sucht, alles zu malen, was ich um mich sah.

Als ich das Alter von fünfzig Jahren erreichte, hatte ich schon eine zahllose Menge von Zeichnungen veröffentlicht, war aber mit dem, was ich bisher geschaffen hatte, nicht zufrieden.

Erst als ich das Alter von dreiundsiebzig Jahren erlangte, begriff ich teilweise die Gestaltung und den Charakter der Vögel, Fische und Pflanzen.

Bis ich achtzig Jahre alt bin, werde ich weitere Fortschritte machen.

Mit neunzig Jahren werde ich in das Wesen aller Dinge eindringen.

Mit hundert Jahren werde ich einen hohen Grad an Vollkommenheit erreichen, und wenn ich hundertzehn bin, wird alles, was ich mache, und sei es auch nur ein Punkt oder Strich, lebendig sein.

Ich lade alle ein, die dieses mein Alter erleben, sich von der Richtigkeit meiner Worte zu überzeugen. Geschrieben im Alter von 75 Jahren von dem ehemaligen Hokusai, der heute 'ein vom Malen besessener Greis' (Ga kyo rojin) genannt wird.“
(Yang Enlin: Japanische Landschaften. Hokusai – Hiroshige – Hokkei. 1994. ISBN: 3-363-00629-2)

Hokusai hatte in seinem Leben wenig Glück. Zwei seiner Frauen starben früh. Sein Verhältnis zu anderen Künstlern oder Schülern war nicht besonders gut. Später zog eine seiner Töchter, die auch Malerin war, zu ihm ins Haus. Da sich die beiden nur um ihre Kunst kümmerten, wechselten sie das Haus, wenn es unbewohnbar wurde. Angeblich zogen sie 93 Mal um. Hokusai war sein ganzes Leben damit beschäftigt, sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Auf seinem Totenbett soll er gesagt haben: „Hätte der Himmel mir weitere fünf Jahre geschenkt, wäre ich ein großer Maler geworden.“

36 Ansichten

Katsushika Hokusai war einer der bedeutendsten Vertreter der japanischen Malerei. Seine bekanntesten Werke sind die Farbholzschnitte der 36 Ansichten des Berges Fuji (富嶽三十六景 Fugaku sanjūrokkei).

36-01 36-02
神奈川沖浪裏
Kanagawa oki nami ura
1. Unter der Welle im Meer vor Kanagawa
凱風快晴
Gaifū kaisei
2. Klare Morgendämmerung bei Südwind
Bekannt als Die große Welle vor Kanagawa ist es das bekannteste japanische Kunstwerk. Die große Welle scheint die Fischer verschlingen zu wollen; in der Ferne zeichnet sich die Silhouette des verschneiten Fuji ab. Bekannt als Roter Fuji: Unter den Strahlen der aufgehenden Sonne färbt sich der Fuji ziegelrot. Dieses und das nächste Bild sind die einzigen der Serie, die den Fuji als beherrschendes Element zeigen.
36-03 36-35
山下白雨
Sanka hakuu
3. Gewitter unterhalb des Gipfels
甲州三坂水面
Koshu Misaka suimen
35. Oberfläche des Misaka-Sees in der Provinz Kai
Der Fuji nimmt fast den gesamten Raum  ein. Es herrschen  Finsternis und Unwetter. Der Fuji ragt über im westlichen Stil dargestellten Kumuluswolken in einen klaren Himmel empor, während an seinem Fuß ein Gewitter losbricht und ein Blitz den unteren Rand beleuchtet. Das Spiegelbild des Fuji-san weist zwei Anomalien auf: Zum einen befindet es sich nicht direkt unterhalb der Silhouette, sondern ist leicht nach links verlagert; zum anderen zeigt es einen schneebedeckten Gipfel, während der Berg im Sommer dargestellt ist.
Hokusai machte den Begriff Manga (漫画, zwangloses Bild) populär, der heute für japanische Comics verwendet wird. Seine Manga erzählen jedoch keine Geschichten, sondern stellen Momentaufnahmen der japanischen Gesellschaft und Kultur dar. Fuji hinter einem Spinnennetz.
(Bild: Wikimedia)
 
(Bildquellen: Wikimedia)
Jocelyn Bouquillard: Hokusai - 36 Ansichten des Berges Fuji. Schirmer/Mosel, 2007. ISBN 3-8296-0295-2

Maler
Bada Shanren 八大山人 - Giuseppe Castiglione  郎世寧 - Hiroshige 広重 - Hokusai 北斎 - Mi Fei 米芾 - Ni Zan 倪瓒 - Qi Baishi 齊白石 - Xu Beihong 徐悲鸿

 

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