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05. Dezember 2012

Himmelstempel

天壇 bzw. 天坛 tiāntán (Himmel + Altar)
 
Säulen in der Halle der Jahresgebete
(Foto: Wikimedia)
 
„Der Geräuschpegel im Hofbereich der Tempelanlagen steigt mit jeder neu eintreffenden Touristengruppe, was aber niemanden von dem Versuch abhält, vielleicht doch noch ein Wort aus der Echomauer zu erhaschen. Im Abstand von einem Meter stehen sie da, hauptsächlich die einheimischen Besucher, und schreien in die Wand hinein, die das Gelände des Himmelsgewölbes umschließt. Ist es ruhig, sind die Worte an jeder anderen Stelle der Mauer deutlich zu verstehen, nicht aber bei dem Krach.
 
Auf dem Rundaltar herrscht ein ähnliches Durcheinander. Nur geht es hier um das Thema ‚Wie posiere ich am besten fürs Familienalbum?' Die Söhne des Himmels hätte es aus dem Thron gehoben, hätten sie das noch erleben können!“
(Francoise Hauser, Volker Häring: China-Handbuch. Erkundungen im Reich der Mitte. 2005. ISBN 3897940701)

Der Himmelstempel ist eine Tempelanlage in Peking, die 1421 zusammen mit dem Kaiserpalast entstand. Hier musste der Kaiser mehrmals im Jahr „Zwiesprache mit dem Himmel“ halten, von dem er sein „Mandat“ erhalten hatte.
 
 
Nach altem chinesischem Glauben ist der Himmel rund und die Erde quadratisch, eine Auffassung, die sich in der Anlage des Himmelstempels wiederfindet. Von oben gesehen sind die Bauten rund, die Grundrisse hingegen quadratisch, der Park hat im Süden die Form eines Rechtecks, im Norden wird er von einem Halbkreis begrenzt.

Der 1420 erbaute Tempel diente den Kaisern als Kult- und Opferstätte, an der sie zur Zeit der Wintersonnenwende ihrer Ahnen gedachten und den Himmel um eine gute Ernte baten. Schlechte Ernten oder Naturkatastrophen waren nach chinesischer Auffassung ein Zeichen dafür, dass der Kaiser das Mandat des Himmels verloren hatte und es nur legitim war, ihn zu stürzen.

Mit einer Fläche von 2,7 Quadratkilometern ist der Himmelstempel der größte Tempel Pekings. Die Gebäude machen nur einen Bruchteil der Fläche aus, ein Großteil der Anlage dient heute als öffentlicher Park. Seit 1912 der Öffentlichkeit zugänglich, ist er heute eine der beliebtesten Parkanlagen der Hauptstadt. Während der Kaiserzeit hatte hingegen nur der Kaiser und sein engstes Gefolge Zutritt zu der Anlage.
 
祈年殿
Qíniándiàn
皇穹宇
Huángqióngyǔ
圜丘壇
Yuánqiūtán
Halle der Erntegebete Halle des Himmelsgewölbes Himmelsaltar
Die Halle der Erntegebete ist das wohl eindrucksvollste Gebäude des Himmelstempels. Sie ist ein Wahrzeichen Pekings und diente als Altar, um im Frühjahr für die Ernte zu beten.
(Foto: Wikimedia)
In der Halle des Himmelsgewölbes stellte der Kaiser die Tafeln des Mondes, der Sonne und der Gestirne auf und erwies ihnen seine Referenz.
(Foto: Wikimedia)
Der Himmelsaltar besteht aus drei pyramidenförmig angeordneten runden Marmorterrassen, die mit Treppen miteinander verbunden sind.
(Foto: Wikimedia)
 

Himmelstempel im Logo des China-Tourismus-Verbandes

 

alte und neue Architektur in Peking
Himmelstempel 天壇 - Tor des Himmlischen Friedens 天安門 - Verbotene Stadt 紫禁城
Chinesisches Nationalmuseum 中国国家博物馆 - Große Halle des Volkes 人民大会堂 - Mao-Mausoleum 毛主席纪念堂
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