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05. Dezember 2012

Hebei

河北 Héběi (Fluss + Norden)

河北省 Héběi Shěng (Hebei + Provinz)
187.700 km²
67 Millionen Einw.
389 Einw. pro km²
Hauptstadt: Shíjiāzhuāng (石家庄, Dorf der Familie Stein)
Abkürzung: 豫 (Yù)

hebei

Héběi ist eine nordchinesische Provinz, die die Städte Běijīng (北京) und Tiānjīn (天津) umschließt, wie früher die DDR Ostberlin.
 
Der Name bedeutet „Nördlich des (Gelben) Flusses“ (黄河 Huánghé). Héběi gehört zum Kernland Chinas. Die Provinz blieb jedoch mehr als zehn Jahrhunderte lang Grenzprovinz, bis sie mit Errichtung der Yuan-Hauptstadt Dàdū (大都) auf dem Gebiet des heutigen Peking (北京 Běijīng) ins Zentrum rückte.
 
燕趙
Yānzhào
直隸
Zhílì
Ein gebräuchlicher Name für Hebei ist Yānzhào, nach den antiken Staaten Yān (燕) und Zhào (趙), die auf diesem Gebiet während der Zeit der Streitenden Reiche (戰國時代 Zhànguó Shídài, 475 - 221) existierten. In älteren Büchern findet sich der Name Zhílì (direkt regiert), da das Gebiet direkt dem Kaiserhof unterstellt war. 1928 wurde der Name geändert, um auszudrücken, dass es nun eine gewöhnliche Provinz war.
 
长信宫灯
Chángxìn gōngdēng
承德
Chéngdé
Im Provinzmuseum ist die vergoldete Bronzelampe der Prinzessin Dòu Wǎn (窦绾) aus der Han-Zeit ausgestellt. Diese so genannte Changxin-Palast-Lampe hat die Form einer knienden Dienerin, die einen Lampenschirm in ihrer Hand hält. Klappen regulieren den Lichtschein, und der Rauch der Lampe zieht durch den rechten, hohlen Arm ab, sodass sich der Ruß im Inneren absetzt. Die 48 Zentimeter hohe Figur ist zerlegbar, damit sie leichter gereinigt werden kann.

In der Stadt Chéngdé, früher unter dem mandschurischen Namen Jehol bekannt, liegt 250 Kilometer von Peking und ist sehenswerter als die Verbotene Stadt.

Der Kangxi-Kaiser entdeckte dieses Gebiet während einer Inspektionsreise und befahl sofort den Bau einer Sommerresidenz. Da sich die Kaiser der Qing-Dynastie mehrere Monate pro Jahr in Jehol aufhielten, wurde diese Residenz das zweite politische Zentrum des Landes.

山海关
Shānhǎiguān
保定
Bǎodìng

Der Shānhǎiguān (Berg-und-Meer-Pass) ist der wichtigste Übergang im Osten der Großen Mauer (万里长城 Wànlĭ Chángchéng). Am Osttor hängt eine Holztafel mit der Inschrift: Erster Pass unter dem Himmel (天下第一關 tiānxià dìyī guān).

Am Ende der Ming-Dynastie (明朝 Míngcháo; 1368 – 1644) befand sich  General Wú Sānguì (吳三桂), kurz vor der Kapitulation und wollte zu den Rebellen unter Lĭ Zìchéng (李自成), überwechseln, als er davon erfuhr, dass seine Konkubine von Lĭ Zìchéng missbraucht worden war. Voller Wut trat er in Verbindung mit den Mandschus und öffnete die Tore für deren Soldaten. Das führte dazu, dass die Mandschus ihre Dynastie in China etablieren konnten.
(Foto: Wikimedia)

Die Stadt Bǎodìng ist für ihre Gesundheitskugeln (健生球 jiànshēngqiú) mit den eingebauten Klangelementen bekannt.

Aus Bǎodìng stammt die Tischtennisspielerin Jie Schöpp (Geburtsname 施婕 Shī Jié). Da sie in China als Profi nicht zum Einsatz kam, wanderte sie nach Deutschland aus. Dort heiratete sie den Jugendtrainer Karl Schöpp und bestritt als Mitglied des deutschen Tischtennis-Nationalteams 107 Länderspiele.
(Foto: Wikimedia)
邯郸学步
Hándān xué bù
石家莊
Shíjiāzhuāng
Im Altertum waren die Bewohner Hándāns (邯郸), der Hauptstadt des Staates Zhào (趙), berühmt für ihre elegante Art zu gehen. Ein junger Manner aus dem Staat Yan (燕) wollte diese Gehweise lernen und begab sich nach Hándān . Dort beobachtete der die Einheimischen und wurde immer verwirrter, weil jeder anders lief. Am Schluss verlernte er das Gehen und musste auf allen Vieren nach Hause kriechen. Das Sprichwort „in Handan laufen lernen” bedeutet soviel wie sklavisch andere kopieren. Das Verkehrszentrum Shíjiāzhuāng (= Dorf der Familie Stein) war vor 100 Jahren noch eine Kleinstadt und erlebte erst durch die Eisenbahnlinie seinen Aufschwung.
 

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