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05. Dezember 2012

Hakka

客家人 kèjiārén (Gast + Familie + Mensch)
 
 
„Die Hakka, eine um das Jahr 900 aus dem fernen Norden, dem Land der Steppen und Pferde, vertriebene Volksgruppe, bauten die ersten Riesenringe in die Hügellandschaft der Provinz Fujian. Die Flüchtlinge erweiterten den Grundriss ihrer Jurten, nahmen statt Tierfellen Lehmziegel und errichteten kreisrunde Sippenfestungen. Diese Häuser ließen sich gut verteidigen.“
(Monika Unger: China. Gastland der Olympischen Spiele. Gütersloh: Wissen Media, 2008. ISBN: 978-3-577-14536-7)
 
Die Hakka sind eine der acht Han-chinesischen Volksgruppen. Sie stammen ursprünglich aus Nordchina und haben sich nach mehreren Wanderungsbewegungen in Südchina und von dort aus weiter in Taiwan, Südostasien, Amerika sowie in Australien angesiedelt.

Bekannt sind vor allem die Rundbauten (圆楼 yuánlóu) der Hakka im Süden der Provinz Fújiàn (福建 ), die es allerdings auch in quadratischer Form (方楼 fānglóu) gibt und aus gestampften Lehmmauern bestehen. Sie dienten vor allem dem Schutz vor Feinden.
 
Die Hakka hatten großen Einfluss, weil sie viele tatkräftige Führer hervorbrachten:
洪秀全 孫逸仙 邓小平 李光耀
Hóng Xiùquán

(1814 - 1864)
Sūn Yìxiān
Sun Yat-sen
(1866 - 1925)
Dèng Xiǎopíng

(1904 - 1997)
Lǐ Guāngyào
Lee Kuan Yew
(1923 - )
Anführer des Taiping-Aufstands
erster provisorischer Präsident der Republik China führte die Volksrepublik China von 1979 bis 1997
Premierminister des Stadtstaates Singapur von 1959 bis 1990
 
Weltweit gibt es über 60 Millionen Hakka, manche von ihnen können inzwischen kein Hakka mehr sprechen. Andererseits gibt es eine mancherorts recht einflussreiche Bewegung, die das Kulturerbe der Hakka fördert. Die Hakka unterscheiden sich von anderen Han-chinesischen Gruppen durch ihre religiösen Überzeugungen, die bessere Stellung der Frau, denen in der Vergangenheit auch nicht die Füße gebunden wurden.
 

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