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30. September 2013

Go-Out-Politik

走出去 zǒuchūqū (gehen + hinaus + weggehen)
走出去战略 zǒuchūqū zhànlüè (gehen + hinaus + weggehen + Strategie)
Go Global

„In Sambia, wo Afrikaner für Hungerlöhne unter miesen Sicherheitsvorkehrungen in den chinesischen Minen schuften müssen, belegte im letzten Jahr [2006] Michael Sata, der Kandidat der Patriotischen Front (PF) bei den Präsidentschaftswahlen mit 29,37 % den zweiten Platz. Es war vor allem die Wut auf die Chinesen, die den Außenseiter und seine einstige Splitterpartei hatten so groß werden lassen.

Sata hatte angekündigt, im Falle seines Sieges die Chinesen aus dem Land zu werfen und Taiwan anzuerkennen.“
(Kay Hanisch in „Welt im Blick“ vom August 2008: Das (chinesische) Imperium schlägt zurück)

Sata gewann 2011 die Präsidentschaftswahlen und schüchtert seine Gegner ein.

Die chinesische Regierung motiviert Staatsbürger und Firmen; sich in Afrika niederzulassen. An vielen Orten werden Bauprojekte durchgeführt, wofür chinesische Arbeiter geholt werden, die meist nach Fertigstellung heimkehren. Manche aber bleiben und eröffnen Geschäfte.

Oft kommen sie aus anderen afrikanischen Ländern, was man als transnationale Migration bezeichnet. Dabei haben sie Verbindungen in verschiedene Länder, was das chinesische Netzwerk in Afrika stärkt.

Nicht überall in Afrika spricht man Chinesisch. Einige Chinesen sprechen Swahili. Natürlich variiert das Niveau. Es hat sich gewissermaßen ein „chinesisches Swahili“ entwickelt. Mit Gesprächspartnern verständigt man sich mit wenigen Worten sowie mit Händen und Füßen.

Chinesische Arbeitgeber werden als „wakali" (streng) beschrieben, ebenso als „unmenschlich und unverzeihlich“. Auf der anderen Seite aber sind die diejenigen, die „kleine Geschenke aus China mitbringen“.

chuqu

Hinausgehen

„Unter diesem Schlagwort hat die Regierung in Peking Unternehmen aufgefordert, im Ausland nach Investitionszielen zu suchen. Inzwischen kommen die Firmen dieser Aufforderung rege nach."

(Christiane Kühl und Ruth Fend in der Financial Times Deutschland vom 15. Juni 2011, S. 5)

Schattenseiten des chinesischen Engagements

Bald wurden die ersten Entführungen chinesischer Bauarbeiter in Afrika bekannt, ohne dass chinesische Diplomaten sie durch Verhandlungen befreien konnten. Doch solchen Nachrichten standen ansehnliche Verträge gegenüber. Im Gegenzug investierten die Chinesen massiv in schnell gebaute Brücken, Eisenbahnlinien und Schulen. Verkauft wird dies als neue, chinesisch geprägte Entwicklungspolitik: ohne Auflagen bei der Demokratisierung oder bei den Menschenrechten.

Während im Westen die Angst stieg, dass Peking die alten Kolonialmächte in Afrika ausstechen könnte, ließ die chinesische Begeisterung über Afrika immer mehr nach. So forderte Sambia trotz eines bereits abgeschlossenen Vertrags für Schürfrechte eine Nachzahlung von einer Milliarde US-Dollar. Auch aus Nigeria, Simbabwe und dem Sudan mehren sich Nachzahlungsforderungen gegenüber chinesischen Unternehmen.

Eine Entwicklung ist dabei besonders bedrohlich: Immer mehr berufen sich afrikanische Entführer darauf, einen Kampf gegen den neuen, chinesischen Kolonialismus zu führen. Al Qaida schwor Rache für die unterdrückten Muslime in Xīnjiāng (新疆), ganze chinesische Arbeiterbaracken wurden belagert. Als Reaktion darauf verbreitet sich in China der Rassismus gegenüber den „schwarzen Teufeln" (黑鬼 hēi​guǐ). 2009 kam es in der südchinesischen Stadt Guǎngzhōu (广州) sogar zu Gewalt auf offener Straße gegen afrikanische Touristen und Studenten.

 

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