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23. September 2013

Großes Teerennen

飆船大賽 biāochuán dàsài (Wirbelwind + Schiff + groß + Wettbewerb)

Taeping und die Ariel bei ihrem Zieleinlauf
(Bild: Wikimedia)

„...China zur selben Zeit verlassend, segelten sie die ganze Zeit fast Kopf an Kopf und gelangten innerhalb von zwei Minuten nacheinander in den Londoner Hafen. Ein Wettkampf, der noch knapper geführt wurde oder noch großartiger hinsichtlich einiger seiner Umstände war, wurde wahrscheinlich niemals zuvor gesehen. Die Taeping, die gewonnen hat, kam am Lizard buchstäblich zur selben Stunde an, wie die Ariel, ihr nächster Rivale und preschte dann den Ärmelkanal hinauf, beide Schiffe Brust an Brust. Während des ganzen Tages fuhren sie galant Seit an Seite, von einem starken westlichen Wind getragen, jeden Lappen Leinwand gesetzt und die See strich über ihre Decks, als sie vor dem Wind lagen.“
(The Daily Telegraph vom 12. September 1866: "The Great Tea Race of 1866")

Zieleinlauf
(Bild: Wikimedia)


Das Rennen dauerte über drei Monate und um das Kap der Guten Hoffnung herum zum Ärmelkanal, weil der Suezkanal noch nicht fertiggestellt war. Nachdem der Suezkanal eine kürzere Route eröffnet hatte, die Seglern wegen der ungünstigen Windverhältnisse keinen Vorteil brachte, liefen die Dampfschiffe den Klippern nach 1880 den Rang als Teeschiffe ab.

Berühmt geworden sind einige Klipper durch das alljährliche ‚Große Teerennen’ von China nach London. Das Schiff, das die erste Ladung der neuen Tee-Ernte landen konnte, erzielte einen sehr guten Preis für die Fracht und eine Prämie. Die Crewmitglieder der Taeping teilte 1866 ihren Bonus mit der Besatzung ihres knapp unterelegenen Konkurrenten.

Die Ariel galt als einer der schnellsten Chinaklipper. Ihr erster Kapitän bezeichnete das Schiff als „eine vollkommene Schönheit für jeden Seefahrer, der sie sah". Die Taeping erreichte Bug an Bug mit der Ariel die Mündung der Themse, verschaffte sich dann jedoch auf Grund ihrer geringeren Verdrängung noch einen Vorsprung und legte nach 102 Tagen mit nur 20 Minuten Vorsprung an.

 

Was sind Klipper?

Der Klipper wurde in den USA entwickelt und dienten im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wegen ihrer hohen Geschwindigkeit als Blockadebrecher.

Anfang des 19. Jahrhunderts machten Schiffseigner aus Neuengland ein Vermögen, indem sie Schiffe im Sommer mit Eis aus ihren Eiskellern beluden, in die Karibik segelten und sich dort das Eis von den reichen Plantagenbesitzern mit Gold aufwiegen ließen.

Mit dem Klipper kamen schlanke und stromlinienförmige Schiffsrümpfe mit dem scharfen und nach innen gekrümmten Klipperbug (Sichelbug) in Gebrauch, der auch den Schiffen den Namen gegeben haben soll (von "clipping the waves" = die Wellen schneiden).

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