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05. Dezember 2012

Großer Staats-Chural

Улсын Их Хурал Ulsyn Ich Chural (Staats-Großversammlung)

 

(Fotos: Wikimedia)

„Die historische Literatur hat lange nach einem Funktionsmodell für das Großreich der Mongolen im 13. und 14. Jahrhundert gesucht und schließlich die Formulierung ‚Effizienzgemeinschaft für Loyalität und Wohlfahrt' gefunden.
 
Die Effizienz zur Durchsetzung des Prinzips von Loyalität und Fürsorge war sozusagen das Dach einer neuen gemeinsamen Identität, unter dem es zwischen den verschiedenen Traditionen und Solidaritäten Ausgleich und Gleichgewicht zu stiften galt.
 
Die augenblickliche Konstellation erinnert stark an diese alte mongolische politische Ökonomie. In der modernen Terminologie würde man diese Politik Populismus oder Neo-Patrimonialismus nennen.“
 (Klaus-Peter Treydte: Zwischen „Boom und Frust“. Parlamentswahlen in der Mongolei im Juni 2012)
 
Seit der Wende von 1989/90, in deren Verlauf die Elite der Mongolischen Revolutionären Volkspartei zum Rücktritt gezwungen worden war, führte die Mongolei insgesamt fünf demokratische Wahlen durch. Diese entsprachen zwar selten internationalen Standards, führten aber immer zu einem tragfähigen Ergebnis.
 
Parallel zur Demokratisierung lief eine Privatisierung und Modernisierung der Wirtschaft sowie eine Öffnung nach außen.
 
Der Große Staats-Chural ist das Parlament der Mongolei, bei dem jeder der 76 Abgeordneten einen eigenen Wahlkreis vertritt und eine Wahl nur gültig ist, wenn 50 Prozent der registrierten Wähler des Wahlkreises ihre Stimme abgegeben haben.
 
Die MRVP
 

МАХН machn
Монгол Ардын Хувьсгалт Нам Mongol Ardyn Chuwjsgalt Nam (Mongolische Revolutionäre Volkspartei)

Die Mongolische Revolutionäre Volkspartei ist eine 1921 gegründete stalinistische Partei, die unter reformierten Bedingungen bis heute existiert. Sie stand bis zum Niedergang der Sowjetunion unter dem Einfluss der KPdSU der UdSSR, besonders unter der Herrschaft des Diktators Tsedenbal (Юмжаагийн Цэдэнбал Jumdschaagiin Tsedenbal), der 1940 die Führung der Partei übernahm und erst 1984 abgesetzt wurde.
 
Nach der KPdSU war die MRVP die am zweitlängsten regierende Kommunistische Partei. Nach der Wende 1990 wurden andere Parteien zugelassen. Das Politbüro der MRVP trat zurück und sagte sich vom Marxismus-Leninismus los. Seit 2003 ist die Partei Vollmitglied der Sozialistischen Internationale. Die MRVP gewann jedoch auch 1992 in freien Wahlen. Hauptgründe waren wieder die Zersplitterung der Opposition und der Rückhalt in der Landbevölkerung.

mrvp
Parteilogo

Chural

Kuriltai (Chural) war ursprünglich die Fürstenversammlung, bei denen die Mongolen Feldzüge planten und Stammesführer bestimmten. So wurde Dschingis Khan 1206 auf einem Kuriltai zum Grosskhan aller Mongolen ernannt.

Der Nachteil (für uns der Vorteil) dieser Versammlung lag darin, dass die Führer an einem Ort zusammenfinden mussten. So machte der Tod von Ugedei Khan (1241) und Möngke Khan (1259) den Rückzug der mongolischen Truppen vor Wien und in Syrien notwendig.
 

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