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05. Dezember 2012

Ginseng

인삼 insam (Panax ginseng)
人参 rénshēn

ginseng-korea

ginseng-sowjet

koreanische Briefmarke russische Briefmarke

 

„Mein Eindruck ist der, dass Ginseng tatsächlich gut tut. Mr. Ha hatte behauptet, die Wirkungen seines Gebräus wären binnen Minuten zu spüren, und so war es auch. Ich sprühte auf unerklärliche Weise vor Energie, verspürte die fröhliche Ausgelassenheit eines Morgentrinkers; trotzdem waren meine Körperfunktionen ganz normal, und ich war bei klarem Verstand.

Seither habe ich ziemlich regelmäßig Ginseng eingenommen. Erst in vielen Jahren werde ich vielleicht wissen, ob es mein Leben verlängert. Ich habe viel zu wenige ernsthafte Wehwehchen, um richtig beurteilen zu können, ob Ginseng sie lindert, und ich kann nicht in meine Arterien sehen und feststellen, ob das Cholesterin gesenkt wird; ebenso wenig kann ich beurteilen, ob in meiner Leber absterbende Zellen erneuert werden. ...

Ich weiß nur eines: Wenn ich Ginseng einnehme, fühle ich mich anschließend sehr gut. (Nicht dass ich mich schlecht fühle, wenn ich es nicht einnehme. Es deutet auch nichts darauf hin, dass Ginseng abhängig macht.) Ich höre von allen Seiten, dass ich gesünder aussehe als früher. Und ich mag den Geschmack der Wurzel. Vielleicht ist das Ganze tatsächlich ein riesiger Schwindel, den man sich in Korea ausgedacht hat; vielleicht haben Ginsengextrakte nichts weiter als einen Placeboeffekt, der bei leicht beeinflussbaren Menschen wie mir Wunder wirkt.“
(Simon Winchester: Korea. Zu Fuß durch das Land der Wunder. 2006. ISBN 978-5-442-73472-6)

 
koreanischer Ginseng
(Foto: Wikimedia)
 
Um zu erfahren, wie die Heilpflanzen in China benutzt werden, können wir auf das Arzneibuch des Himmlischen Landmanns (神農本草經 Shénnóng běncǎo jīng) von Táo Hóngjǐng 陶弘景 (456 - 536) zurückgreifen.
  1. Könige: Heilpflanzen, deren Wirkung mild und selbst in großen Dosierungen unschädlich ist
  2. Minister: stärkere und in größerem Maße toxischen Pflanzen
  3. Adjutanten: äußerst stark wirkende Kräuter, die gleichzeitig gefährlich sind
Entscheidend ist, dass die mildesten Pflanzen die wichtigsten sind und an oberster Stelle stehen, während die wirklich starken Pflanzen nur als letzter Ausweg, wenn die anderen versagen, gebraucht werden.
 
Panax ginseng ist ein Efeugewächs, das hauptsächlich in Gebirgs- und Waldregionen in Korea, im nordöstlichen China und im östlichen Sibirien vorkommt.
 
Die Bezeichnung Panax leitet sich vom Griechischen panax her, was so viel wie Allheilmittel bedeutet.
 
Die Ginsengwurzel ist oft menschenähnlich geformt. Von daher ihr chinesischer Name ‚Menschenwurzel'. Man glaubte, dass die Fähigkeit der Pflanze, ein bestimmtes Körperteil zu heilen, sich gewissermaßen in ihrer Form spiegele. So glaubte man, dass eine menschenähnlich geformte Wurzel größere Heilkräfte mit Wirkung auf den ganzen Körper besäße.
 

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