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05. Dezember 2012

Genji Monogatari

源氏物語 Genji Monogatari

„Als nach Jahrhunderten der Befruchtung durch die ältere und überlegene Kultur Chinas der japanische Geist allmählich eigene Früchte zu tragen begann, schrieb die Hofdame Murasaki Shikibu [紫式部] um die Jahrtausendwende den Roman vom Prinzen Genji [源氏], das Genji-monogatari, und gestaltete in ihm Ideal und Wirklichkeit ihrer Zeit. In diesem Werk haben sich die Japaner aller Epochen wiedererkannt. Vor seiner Schönheit beugten sich Ritter wie Mönche, sein erlesener Geschmack wurde inmitten männlichen Ernstes und echten Erlösungsstrebens Gegenstand der Sehnsucht und Verehrung. Je mehr die höfische Kultur ins Dunkel der Vergangenheit zurücksank, ihre Lebensformen und sogar ihre Sprache fremd und das Objekt wissenschaftlicher Bemühung wurden, desto leidenschaftlicher liebte man diesen Roman. Er ist Japans hervorragendster Beitrag zur Weltliteratur.“
(Oscar Benl im Vorwort zu seiner Übersetzung dieses Romans; Murasaki: Genji Monogatari. Die Geschichte vom Prinzen Genji. Altjapanischer Liebesroman aus dem 11. Jahrhundert, verfaßt von der Hofdame Murasaki. 1966)

Der Protagonist ist Genji, spätgeborener Sohn eines alternden Tennō und dessen Konkubine. Er wird in die Familie der Minamoto (= Genji) ausgegliedert, muss nicht arbeiten und verbringt seine Zeit mit den schönen Künsten und militärischen Sportarten.

Keine leichte Lektüre

Das Genji Monogatari ist vielleicht der erste „moderne Roman“. Insgesamt hat das Buch 54 Kapitel mit mehr als 1.000 Seiten und 80 handlungstreibende Personen.

Das Buch ist für heutige Japaner nahezu unlesbar. Neben den komplizierten Höflichkeitsformen werden außerdem viele Dinge nur angedeutet. Auch wird fast keine der handelnden Personen beim Namen genannt, da dies als unhöflich galt. Stattdessen werden sie durch ihren Rang, Verwandtschaftsbeziehungen oder gar durch ihre Kleidung identifiziert. Weiter erschwert wird die Lektüre durch das häufige Zitieren von Bruchstücken aus Gedichten.

Hilfe gibt es durch modernisierte Fassungen, in denen die Personen mit Namen versehen werden. So heißt Genjis erste Ehefrau nun Aoi (葵), nach dem 9. Kapitel, in dem sie stirbt.

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