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05. Dezember 2012

Geisha

芸者 geisha (Kunst + Person)


„Japaner beklagen sich häufig, dass Leuten aus dem Westen zu Japan immer nur der Berg Fuji und Geishas einfallen, während sie von den Errungenschaften wie Silizium-Chips, auf die die Japaner selbst stolz sind, absichtlich keine Notiz nehmen. Was die Fixiertheit auf Geishas betrifft, haben die Japaner durchaus Grund zur Klage. So bewiesen zum Beispiel die Gls, die Ende 1945 die Straßen von Tokyo und Yokohama bevölkerten und ‚Wir wollen Geisha-Mädchen!’ schrien, dass sie nicht die geringste Ahnung von der eigentlichen Bedeutung dieser ehrbaren Institution hatten.“
(Alan Booth: Japan. 1991. ISBN 978-3760754000)

„Man sieht eigentlich überhaupt keine jungen Geishamädchen, denn sie sind eine aussterbende Zunft. Die Geishas in dem Haus, das wir besuchten, schienen alle mindestens das Großmutteralter überschritten zu haben. Außerdem waren dort keine japanischen Gäste zu sehen. Ich glaube, dass insbesondere dieses Geishahaus seit Tausenden von Jahren in traditioneller Weise Touristenbusse versorgt. ...

Als nächstes führten sie uns einige Tanz- und Gesangsdarbietungen vor und kündeten eine Geishawerbezeremonie an. Sie fragten nach einem Freiwilligen aus dem Publikum für die Rolle des Freiers, und ich erhob meine Hand. Daran war das japanische Bier schuld.

Sie halfen mir auf die Bühne, legten mir einen Kimono um, und ich musste mich auf ein Kissen setzen. Dann brachten sie das Objekt meiner Begierde, das von der Hauptgeisha gespielt wurde, die einen Kimono und die traditionelle Gesichtsschminke für Geishas trug, die offenbar mit einem Spachtel aufgetragen worden war. Sie sah aus, als habe sie eine dicke Schicht Gips in ihrem Gesicht. Bestimmt war sie eine nette Person, aber der Gesamteindruck war furchterregend. ...

Als nächstes stopfte sie eine zeremonielle Pfeife mit Tabak, zündete sie an und überreichte sie mir. Ich nahm einen Zug, stieß einen zeremoniellen Husten aus, und sie nahm die Pfeife wieder an sich. Der Erzähler erklärte, dass wir an der entscheidenden Phase der Zeremonie angelangt waren, denn wenn sie ebenfalls einen Zug aus der Pfeife nehmen würde, bedeute dies, dass sie einer Heirat mit mir zustimmen würde. Nach einem Moment höchster Spannung zog sie an der Pfeife, und jeder klatschte, und wir zwei Turteltauben gingen Arm in Arm hinaus, wahrscheinlich in unser Liebesnest, wo wir, unfähig, unsere Leidenschaft länger zu zügeln, schichtweise Gips von ihrem Gesicht spachteln und Fotos ihrer Enkelkinder ansehen würden.“
(Dave Barry: Ein Amerikaner in Tokio. Die volle Wahrheit über Japan. 1993. ISBN 3-8218-0320-7)

Eine Geisha ist eine Unterhaltungskünstlerin. Der Beruf wurde zunächst nur von Männern ausgeübt. Die ersten Frauen, die diesen Beruf ausübten, wurden deshalb weiblicher Geisha (女芸者 onna geisha) genannt. In den meisten japanischen Städten gab es so genannte Hanamachi (花街 Blumen-Viertel; 花 hana ist ein Euphemismus für Prostituierte). Dort lebten Geishas in Okiyas (置屋 weiblichen Großfamilien) zusammen. Die Zahl der Geishas geht stetig zurück, und ihre Dienste sind teuer. 2007 debütierte unter dem Namen Sayuki (紗幸) zum ersten Mal eine westliche Frau als Geisha, und zwar die australische Anthropologin Fiona Graham. Aber schon 2011 wurde sie entlassen da sie zuviel Werbung für sich gemacht hatte.

 

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