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05. Dezember 2012

Geheime Geschichte der Mongolen

蒙古秘史 Měnggǔ mìshǐ (Mongolei + geheim + Geschichte)
Монголын Нууц Товчоо Mongolin Nuuz Towcho (mongolische + geheime + Geschichte)


„Siebenhundert Jahre sind es gerade her, da treten am Ufer des Keluren-Flusses in der Nordost-Mongolei die Großen des mongolischen Reiches zu einer Tagung zusammen. Vor dreizehn Jahren war Tschingis Chan, der Begründer des Reiches, zum Himmel aufgestiegen. Sein Nachfolger, der Kaiser Ogodai, fühlte sein Ende nahe. Ein tapferer Kriegsheld, dabei ein starker Trinker, hatte er als erst Sechsundvierzigjähriger, einen Schlaganfall mit kurzer Sprachlähmung erlitten, der seine Kraft erschütterte, wenn er ihm auch noch zehn Lebensjahre ließ.
 
Jetzt berief er, im Herbst des Jahres 1240, einen Reichstag nach dem Stammlande ein, auf dem er den Fürsten Rechenschaft über seine Regierung ablegte. Auf dieser Tagung wurde ein wohl in seinem Auftrag verfaßtes Schriftwerk fertiggestellt und vorgelegt, welches die Vorgeschichte seiner Sippe darstellte und die Kriegstaten wie die Regierungsmaßnahmen der beiden ersten Kaiser bis zum Abfassungsdatum. Der Verfasser ist nicht genannt. Es muß einer der damals noch wenigen gebildeten und schriftkundigen Männer aus dem Stabe des Kaisers gewesen sein, nicht unbedingt ein Mongole.“
(Erich Haenisch im Vorwort zu seiner Übersetzung; Die Geheime Geschichte der Mongolen. Aus einer mongolischen Niederschrift des Jahres 1240 von der Insel Kode’e im Keluren-Fluss. Erstmalig übersetzt und erläutert von Erich Haenisch. Leipzig: Otto Harrassowitz, 1948)

1899 fand sich in der Sammlung eines chinesischen Kaisers ein unverständliches Manuskript in chinesischen Schriftzeichen. Es war eine Transkription des mongolischen Lautwertes in chinesische Schriftzeichen, das den Sturz der Yuan-Dynastie überlebt hatte. Eine Rekonstruktion des mongolischen Textes gelang erst dem Berliner Sinologen Erich Haenisch 1940.

Die Geheime Geschichte wurde 1227 verfasst und vermutlich auf dem mongolischen Reichstag, 1240 vorgestellt. Die Geheime Geschichte, erzählt die Geschichte der Sippe von Temüdschin, der 1206 die mongolische Nation einigte und zum „ozeangleichen Herrscher“ - zum Dschinghis Khan - erhoben wurde. Die Bezeichnung „geheim“ rührt daher, dass sie nur der Herrscher-Sippe zugänglich war.
 

Mongolisches
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