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05. Dezember 2012

Galsan Tschinag

Чинагийн Галсан Tschinaagiinn Galsan
* 1944

„Komme ich nach Europa, überfliege ich jedesmal sieben Sonnenstunden. Sie sind die Schwelle, die ich überschreiten muß, wenn ich aus der Urgesellschaft, in der mein Volk immer noch lebt, herauskomme in den Auslauf des 20. Jahrhunderts. So schwebe ich eine Zeitlang in den Weiten des Himmelsblau und des Wolkenweiß, lasse die Erdenschwere hinter mir. So sitze ich einen Tag lang im Himmel und kann gut nachdenken. Mir ist, ich brauche den langen Flug und das lange Warten, um den Wechsel der Welten überhaupt bewältigen zu können. Ja, umrüsten muß ich mich jedes Mal, bevor ich meine Füße auf die Gleise einer anderen Welt setze, meine Seele den Pulsschlägen eines anderen Zeitalters angleiche.

Die Leute sind ratlos, gar bestürzt, wenn sie mich sagen hören: Jetzt bin ich fünfzig Jahre alt. Im Grunde aber lebe ich seit 1550 Jahren. Denn in der Tat muß ich jedes Mal, wenn ich die Welten wechsle, so viel Zeit überbrücken.“

(Amélie Schenk; Galsan Tschinag: Im Land der zornigen Winde. 1999. 978-329-3-20154-5)
 
Galsan in Stammestracht (Foto: Wikimedia)

Der mongolisch-tuwinische Schriftsteller Tschinaagiinn Galsan (Galsan Tschinag) ist Schamane und Stammesoberhaupt eines Nomadenvolks in der Mongolei. Er studierte von 1962 bis 1968 Germanistik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig und schreibt seine Bücher auf Deutsch:


Die neun Träume des Dschingis Khan

Galsan Tschinag erzählt in diesem Roman das Leben des sterbenden Herrschers Dschingis Khan, der in neun Tag- und Nachtträumen auf seine Erfolge und seine Niederlagen, auf seine Hoffnungen und seine Ängste zurückblickt.

Im Land der zornigen Winde

Dieses Buch ist ein Lesebuch mit Anekdoten, Aphorismen und Geschichten eines vom Aussterben bedrohten Volkes und enthält Passagen über Galsan Tschinags erste Zeit in Deutschland.

Die Karawane

Galsan Tschinag führt 1995 einen Teil seines in den 1960er Jahren umgesiedelten Volkes über 2000 Kilometer zurück zu den Weideflächen und Jagdgebieten im Hohen Altai, um die ursprüngliche Lebensweise wieder aufzunehmen.

Die Rückkehr: Roman meines Lebens

Nach vielen Jahren kehrt Galsan zu seinem Volk zurück und lässt sein Leben Revue passieren – sein Leben als Häuptling, als deutschsprachiger Schriftsteller, als Vermittler zwischen den Welten der Tradition und der Moderne. Und er erinnert sich an die Erfüllung seines Lebenstraums: 1995 führte er sein Volk in den Hohen Altai zurück.

 
chinesische Schriftsteller
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japanische Schriftsteller
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sonstige Schriftsteller
Pearl S. Buck 賽珍珠 - Galsan Tschinag Чинагийн Галсан - Lafcadio Hearn 小泉八雲 - Li Mirok 이미륵

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