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04. Dezember 2012

Erhu

二胡 èrhú (zwei + Barbar)
 
erhu
Erhu
(Foto: Wikimedia)
 
„In den 30er und 40er Jahren gab es in der bekannten ostchinesischen Stadt Wúxí [无锡] einen blinden Musiker, der oft mit einer zweisaitigen Geige durch die Straßen zog und bettelte. Die von ihm gespielten schönen Melodien lockten viele Passanten an, die stehen blieben und ihm zuhörten. Man nannte diesen Spieler den blinden Ābǐng [阿炳]. Das Musikinstrument, das Abing spielte, war die zweisaitige chinesische Kniegeige Èrhú...

Lange legte man deshalb keinen großen Wert auf dieses Streichinstrument. Dies änderte sich, als der blinde Künstler Abing die Erhu spielte. Die Menschen in Wúxí, der Heimatstadt von Ābǐng, wunderten sich, dass der blinde arme Ābǐng aus diesem einfachen Musikinstrument so schöne und ergreifende Klänge hervorzaubern konnte. Durch seine bewegenden Melodien lernten sie die inneren Gefühle eines Menschen der unteren Gesellschaftsschicht im alten China kennen und verstanden auch den Widerstand des armen Künstlers gegen das Schicksal und seine Unzufriedenheit mit der Welt.“
(China Radio International: Zweisaitige chinesische Kniegeige Erhu)
 
阿炳
Ābǐng
 
„Die Èrhú ist ein Instrument der Seele. Sie drückt die innere Wirklichkeit des Herzens aus und zeigt eine vollkommen neue Energie und Qualität in moderner spiritueller Musik. Die Harfe drückt Schönheit und Frieden aus und bringt dem Zuhörer ein Gefühl von Weite, Harmonie und Lieblichkeit.“
(http://www.songsofthesoul.com/de/artists)
Bogen
(Foto: Wikimedia)
 
Im 19. Jahrhundert avancierte die Èrhú in China zum Hauptinstrument der chinesischen Nationaloper und zählt auch in der heutigen Musik immer noch zu den populärsten Instrumenten. Sie ist im chinesischen Orchester ebenso wichtig wie die europäische Geige in dem Sinfonieorchester.
 
Verglichen mit der westlichen Geige, sind die Töne des Erhu eher hoch und nasal klingend. Der Tonumfang der Èrhú beträgt 3 Oktaven. Deshalb ähnelt sie dem menschlichen Gesang und wird auch singendes Musikinstrument genannt.
 

erhu-schlangenhaut

erhu-spieler

Schallkörper mit Schlangenhaut
(Foto: Wikimedia)
Èrhú-Spieler
(Foto: Wikimedia)
Am unteren Ende der Stange befindet sich der topfförmige Resonanzkörper. Die Saiten führen von den Wirbeln durch eine um den Hals gewickelte Schnur zu einem kleinen Schallkörper aus Rosenholz mit einer Membran aus Schlangenhaut, die von den Saiten in Schwingungen versetzt wird.
Gespielt wird im Sitzen, indem die Bogenhaare zwischen den Saiten durchgezogen werden. Die Bogenhaare des Bambusbogens sind zwischen den Saiten eingespannt.
Am oberen Ende gibt es zwei Wirbel, mit denen die beiden Saiten aus Seide gespannt werden.

 

Musikinstrumente
Erhu 二胡 - Glockenspiel 編鐘 - Pferdekopfgeige  морин хуур - Pipa 琵琶 - Qin 古琴 Shamisen 三味線 - Taiko 太鼓

 

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