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04. Dezember 2012

Erdbeben

地震 dìzhèn (Erde + schütteln)
地震 jishin (Erde + schütteln)
 
„‚Oh, wie gerne würde ich ein Erdbeben erleben!’ ist gewöhnlich einer der ersten Ausrufe des neugelandeten Europäers. ‚ Was für eine lächerliche Geschichte ist doch das in Anbetracht des Geschreis, das man davon macht!’ ist gewöhnlich seine Äußerung über das zweite Erdbeben (denn das erste verschlafen alle). Aber nach dem fünften oder sechsten wünscht er keines mehr mitzumachen; und seine Furcht vor Erdbeben wächst mit der Länge seines Aufenthaltes in einem von Erdbeben heimgesuchten Land, wie es Japan seit undenkbaren Zeiten ist. Die Geologen erzählen uns sogar, daß ein großer Teil von Japan überhaupt ohne die seismische und vulkanische Tätigkeit nicht existieren würde, die durch wiederholte Eruptionen ganze Landstriche über den Ozean gehoben hat.“
(Basil Hall Chamberlain: ABC der japanischen Kultur. Ein historisches Wörterbuch. Zürich: Manesse)
 
„Über 100 000 Erdstöße pro Jahr messen die empfindlichen Sensoren, die im ganzen Land vergraben sind – ungefähr 1000 sind von Menschen spürbar. Ich schätze, dass man zum Beispiel in Tokyo in einem durchschnittlichen Jahr so etwa 30 Mal zusammenzuckt und denkt: Oh weh... ist es etwa jetzt so weit?!

Erdbeben haben die Eigenschaft, niemals dann zu kommen, wenn man darauf gefasst wäre. Oder wenn man sich gerade auf einer weiträumigen Wiese aufhält und einem nichts auf den Kopf fallen könnte. Erdbeben kommen aus Prinzip immer dann, wenn man in der Badewanne sitzt, im Zahnarztstuhl oder im Auto, im Stau auf einer Brücke oder wenn man hoch über der Stadt die Aussicht genießen will. Deswegen hilft nach einhelliger Expertenmeinung nur eines: immer vorbereitet und auf alles gefasst sein. Was allerdings auf die Dauer sehr ermüdend sein kann und wenn wochenlang nichts gescheht, fühlt man sich schon wieder viel zu sicher.“

(Gert Anhalt: Zeit für Japan. Reportagen aus einem unbekannten Land. 2005. ISBN: 978-3765814822)

erdbebenregionen

erdbebenwels

Erbebengefährdete Regionen Erdbebenwels

Japan liegt direkt an der Schnittstelle dreier Erdplatten und wird irgendwann in ferner Zukunft auseinandergerissen. Das wird dazu führen, dass die ganze Inselgruppe einmal komplett im Meer versinkt.

Auch China ist besonders gefährdet, weshalb es dort immer wieder zu verherenden Erdbeben kommt.

(Grafik: NASA)

Ein Tier ist im japanischen Volksglauben für Erdbeben verantwortlich: In der Vorstellung des Mittelalters hauste unter der Erde der Erdbeben-Wels (鯰 Namazu), der durch seine Bewegungen die Welt erzittern ließ.
Die Gottheit von Kashima (鹿島) war vor allem für ihre Fähigkeit berühmt, Erdbeben zu kontrollieren. Heute zeugt davon nach wie vor ein Felsen. Diesen Felsen, der angeblich tief ins Erdreich hinunterragt, soll der Kashima-Kami auf den Kopf des unterirdischen Riesenwelses (大鯰 ō-namazu) gedrückt haben, damit dieser kein Erdbeben verursache.
(Bild: Wikimedia)

 

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