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04. Dezember 2012

Erbabgeordnete

世襲議員 seshū giin (vererben + Parlamentarier)

abe-shinzo

Erbabgeordneter Abe Shinzō (安倍晋三), der amtierende japanische Premierminister
Sein Vater war Abe Shintarō (安倍晋太郎), Außenminister von 1982 bis 1986. Schon Großvater Abe Kan (安倍寛) war Unterhausabgeordneter.  Der Großvater mütterlicherseits war Premierminister Kishi Nobusuke (岸信介) usw. usf.
(Foto: Wikimedia)
„Unter den 19 Mitgliedern des japanischen Kabinetts (Frühjahr 2005) befinden sich 12 Politiker, deren Väter oder Großväter bereits Abgeordnete oder sogar Regierungschefs gewesen waren. Der amtierende Ministerpräsident Koizumi Jun’ichirō [小泉 純一郎] ist ebenfalls ein so genannter Erbabgeordneter. Als Erbabgeordnete werden in Japan Politiker bezeichnet, die in zweiter, dritter oder sogar vierter Generation als Abgeordnete tätig sind und häufig Wahlkreise vertreten, für die schon ihre Väter und Großväter ein Mandat ausgeübt haben.
 
Freilich gibt es auch in anderen westlichen Demokratien Politikerdynastien, wie etwa die Bushs oder die Kennedys in den USA. In Deutschland kann man, zumindest auf regionaler Ebene, mit den Familien Goppel und Strauß ebenfalls einige Beispiele finden. Dennoch 'lassen sich familiäre Beziehungen unter den Abgeordneten des japanischen Parlaments in einem Ausmaß nachweisen, wie sie wohl in modernen Demokratien westlicher Prägung selten zu finden sind.'“
(http://deposit.ddb.de)

Ein auffälliges Charakteristikum der japanischen Nationalversammlung (国会 Kokkai) sind Erbabgeordnete. Mehr als ein Viertel der Parlamentarier hat einen politischen „Familienbetrieb“ aus den Händen eines Vorgängers übernommen. Die meisten Abgeordneten haben ihre Wahlkreise von ihren Vätern oder Großvätern geerbt.

Mehrfach wurde über Einschränkungen diskutiert. 2009 konnte sich die Regierung unter Asō Tarō (麻生太郎, (Politiker in fünfter Generation) nicht auf eine Reform verständigen. Die größte Oppositionspartei unter Hatoyama Yukio (鳩山由紀夫; Politiker in vierter Generation), hatte einen Gesetzentwurf eingebracht, der es Kandidaten untersagt hätte, um die Nachfolge eines nahe verwandten Abgeordneten in dessen Wahlkreis zu kandidieren.

 

japanische Nachkriegspolitik
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