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13. Mai 2013

Der Tag an dem das kleine Tsu verschwand

小さい“つ”が消えた日 Chiisai ”Tsu” ga eta nichi (klein + tsu + verschwinden + Tag)

„Bücher von ausländischen Autoren, die ins Japanische übersetzt werden gibt es viele, aber Bücher, die von Nicht-Japanern direkt auf Japanisch für den japanischen Markt geschrieben werden, sind eine Seltenheit und das ist vielleicht einer der Gründe warum ‚Der Tag an dem das kleine Tsu verschwand‘ ein solcher Erfolg in Japan wurde.

 

Von einem deutschen Autor geschrieben und einem deutschen Zeichner illustriert erzählt dieses Buch eine charmante Metapher über die Bedeutung der Stille anhand des Beispiels des ‚Kleine Tsus‘ [っ], dem Buchstaben des japanischen Kana-Alphabets, der für eine Pause mitten im Wort steht.

Mit Wortspielen gespickt ist dieses Kinderbuch gleichzeitig eine Liebeserklärung an die japanische Sprache mit ihren vielen Eigenheiten – gerade denen, die uns Europäern so fremd sind - und das ist vielleicht der anderen Grund, warum sich das Buch in Japan so großer Beliebtheit erfreut.“
(Japanmagazin, Nr. 183/184)

„In Japan leben die 50 Buchstaben des Hiragana-[ひらがな]-Alphabets in Ihrem abgeschiedenen Dorf und führen ein Leben ähnlich dem der Menschen: Tagsüber gehen sie ihrer Arbeit nach, dem Formen von Wörtern und Sätzen in der Sprache der Menschen.

Nachts, wenn die Menschen schlafen und auch für die Buchstaben nichts zu tun ist, feiern sie oder ruhen sich aus. Dieses Idyll wird unterbrochen, als sich einige Buchstaben während einer Feier über das ‚kleine Tsu‘ lustig machen, einen Buchstaben, der im Japanischen für einen Moment der Stille (eine Pause) mitten im Wort steht.“
(Kurzbeschreibung bei Amazon.de)

„Buchstaben haben, ähnlich wie die Menschen und die Tiere, eine Seele. In Wirklichkeit haben alle Wesen auf dieser Welt eine Seele, und weder die Buchstaben noch die Worte bilden in dieser Hinsicht eine Ausnahme. Da sie eine Seele haben, haben sie auch einen Charakter oder eine Persönlichkeit: Es gibt angenehme und weniger angenehme Buchstaben, solche mit vielen Fehlern und solche mit wenigen.

kana-a

Der Buchstabe A (あ) zum Beispiel ist einer, der gerne angibt. Oft hört man ihn Dinge sagen wie: ‚Wisst ihr, warum der Buchstabe A sowohl im japanischen Kana-Alphabet als auch im römischen Alphabet als Erster kommt? Ein Zufall ist das ganz sicher nicht. Es ist einfach so, dass ich von allen Buchstaben der wichtigste bin.’

kana-h-hi-fu-he-ho

Die Buchstaben HA (は), HI (ひ), HU (ふ), HE (へ) und HO (ほ) hingegen sind Frohnaturen, die jeweils auf ihre Weise gerne scherzen und lachen. Wenn sie einen Witz oder etwas Lustiges hören, platzt es ‚hahaha’, ‚hihihi’, ‚hehehe’ oder ‚huhuhu’ aus ihnen heraus. Deswegen sind sie nicht nur immer fröhlich, sondern auch sehr beliebt bei den anderen Buchstaben.

kana-wo

Der Buchstabe WO (を) — Herr WO um genau zu sein — ist jemand, der gerne zwischen zwei streitenden Parteien schlichtet, und deshalb steht er immer zwischen zwei Worten. Sein Lieblingsspruch ist: ‚Lasst uns doch alle Freunde sein.’

kana-ka

Herr KA (か) ist ein Philosoph, der alles in Frage stellt und sich nie seiner Sache sicher ist. So kommt es, dass er sich nur schwer entscheiden kann, und oft hört man ihn murmeln: ‚Soll ich es tun, oder lass ich es besser bleiben?’

kana-n

Dann gibt es noch den Buchstaben N (ん), der bescheidenste von allen. Wenn er durch eine Tür gehen will, dann lässt er immer dem anderen den. Vortritt. So kommt es, dass er immer als Letzter kommt. In diesem Punkt ist das N das genaue Gegenteil vom A, der so gerne angibt.“
(Stefan von Loë, Torsten Klockenbring: Der Tag an dem das kleine Tsu verschwand Heidenreichstein: publication PN °1. ISBN: 978-3-85252-937-0)

kana-tsu

Anders als alle anderen Kana-Zeichen, die für Laute oder Lautveränderungen stehen, steht das kleine Tsu (っ) für einen Augenblick der Stille innerhalb eines Wortes. Schreibt man Japanisch mit lateinischen Buchstaben, dann wird das kleine Tsu oft durch einen Doppelkonsonanten wiedergegeben:

うった ‚utta’ = Ich habe (es) verkauft.

Man spricht erst ‚u’ (う), hält dann kurz inne (っ), bevor man mir dem ‚ta’ (た) abschließt. Macht man keine Pause und lässt man das kleine Tsu weg, dann ergibt sich:

うた ‚uta’ = Lied, Gedicht (歌)

WO (を) kommt immer nur zwischen zwei Worten vor, nie innerhalb eines Wortes.

KA (か) kommt in Fragesätzen vor.

N (ん) kommt nur am Ende eines Wortes vor.

 

japanische Sprache und Schrift
Aizuchi 相槌 - Frauensprache 女性語 - Höflichkeitssprache 敬語 - Ja はい - Japanisch 日本語

Der Tag an dem das kleine Tsu verschwand 小さい“つ”が消えた日 – Fünfzig-Laute-Tafel 五十音 - Hiragana ひらがな - Iroha いろは - Japanische Schrift 日本の表記体系 - Kana がな  - Kanji 漢字 - Kanji des Jahres 今年の漢字 - Katakana カタカナ - Kokuji 国字 - Kun-Lesung 訓読み - On-Lesung 音読み - Romaji ローマ字

 

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