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04. Dezember 2012

Dschuang Dsi

莊子 Zhuāngzǐ (Familienname Zhuang + Meister)

莊周 Zhuāng Zhōu
365 - 290

‚Man trug Meister Zhuāng ein Amt an.

Er antwortete: ‚Hast du schon einmal ein Opferrind gesehen? Man zieht ihm bestickte Gewänder über und füttert es mit frischem Gras und Sojabohnen. Zuletzt führt man es zum Ahnentempel. Da möchte es wohl lieber ein kleines Kälbchen sein - aber ist das dann noch möglich?’“
(Hubert Schleichert: Klassische Chinesische Philosophie. Vittorio Klostermann, Frankfurt: 1980. ISBN 3-465-02259-9)

„Als Meister Zhuāng am Po-Fluß fischte, ließ ihm der König von Chǔ [楚] durch zwei Würdenträger ausrichten, er wolle ihn für sein Reich in Dienst nehmen.

Meister Zhuāng behielt die Angel in der Hand, und ohne sich umzuwenden fragte er: ‚Ich höre, daß es in eurem Land eine wunderbare Schildkröte gegeben hat, die vor dreitausend Jahren gestorben ist. Der König läßt sie sorgsam in Tücher einschlagen und im Tempel aufbewahren. Was wäre der Schildkröte wohl lieber: daß sie tot ist und ihre Gebeine derart geehrt werden, oder daß sie am Leben wäre und den Schwanz durch den Schlamm ziehen könnte?’

Die beiden Würdenträger sagten, sie wäre wohl lieber lebendig und könnte den Schwanz durch den Schlamm ziehen.

Da sagte Meister Zhuang: ‚Geht weg! Auch ich will lieber den Schwanz durch den Schlamm ziehen.’“
(Hubert Schleichert: Klassische Chinesische Philosophie. Vittorio Klostermann, Frankfurt: 1980. ISBN 3-465-02259-9)
 

Das Buch Zhuāngzǐ ist das zweite wesentliche Dokument des Daoismus neben dem Dàodéjīng (道德經). Als Autor gilt der Philosoph Zhuāng Zhōu, der ca. 350 - 280 v. u. Z. im Staat Sòng (宋) lebte. Von seinem Leben weiß man nur das, was als Anekdoten im Buch Zhuāngzǐ enthalten ist. Er war Zeitgenosse des konfuzianischen Philosophen Menzius (孟子 Mèngzǐ), doch erwähnen sich die beiden nirgends.

Man hat das Zhuāngzǐ ein „Panoptikum" aller damaligen philosophischen Strömungen genannt, weil alle bekannten zeitgenössischen Schulen darin Erwähnung finden, allerdings häufig ausgesprochen ironisch.

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