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04. Dezember 2012

Dornod

Дорнод Dornod (Osten)

Дорнод Аймаг Dornod-Aimag (östlicher Aimag)
123.600 km²
75 Tausend Einwohner
0,6 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Tschoibalsan (Чойбалсан)

dornod

„Der Dornod-Aimag (), der im Norden an Russland und im Osten an China grenzt, fasziniert durch seine scheinbare Eintönigkeit. Hier im Osten (mongolisch Dornod) überwiegt flach-wellige bis leicht hüglige Grassteppe. Der Himmel scheint die Erde zu berühren.

Die ausgedehnten Gebiete der Federgrassteppe gehören zu den letzten unberührten und weitgehend intakten Graslandschaften der Erde. Sie sind die Heimat der Mongoleigazelle. Herden mit tausenden von Tieren ziehen auf Nahrungssuche durch die Steppe, halten sich nicht an Grenzen und bewegen sich zwischen Mongolei und China hin und her. …

Dornod kann auch Superlative anbieten. Einstimmig wird von allen Quellen der See Chöch nuur als der niedrigstgelegene Punkt der Mongolei angegeben. …

Das Aimagzentrum ist nach dem hier geborenen Staatspräsidenten und späteren Premierminister (1939-1952) Tschoibalsan benannt. Bis zu seinem Tod 1952 war er entscheidend an den Geschicken des Landes beteiligt. Oft wird er als mongolischer Stalin bezeichnet, da er als rücksichtsloser Diktator und Vollstrecker russischer Ukasse galt, der jegliche Opposition unterdrückte. Die ‚Säuberungen’ in den 30er Jahren, die viele buddhistische Mönchen und Oppositionelle das Leben kosteten, sind größtenteils auf sein Geheiß ausgeführt worden. Andererseits fallen in die Zeit seines Wirkens auch die Anfänge der Entwicklung der Infrastruktur des Landes, die Alphabetisierung, der Aufbau des Gesundheits- und Bildungssystems, sodass das Erbe Tschoibalsans widersprüchlich ist und die Bevölkerung, insbesondere die ältere, ein zwiespältiges Verhältnis zu ihm hat..“
(Marion Wisotzki, Erna Kappeli, Ernst von Waldenfels: Mongolei. Berlin: Trescher, 2008. ISBN 978-3-89794-117-5)

 

Der Standort war über Jahrhunderte ein Rastplatz für Karawanen. Im 20. Jahrhundert entwickelte er sich zum wirtschaftlichen Zentrum der östlichen Mongolei. Als die russischen Arbeiter abzogen, brachen aber große Teile der Wirtschaft zusammen.

Хорлоогийн Чойбалсан
Chorloogiin Tschoibalsan
 Schukow und Tschoibalsan
(Foto: Wikimedia)
Der östlichste Aimag der Mongolei entstand 1941 unter dem Namen Tschoibalsan, nach dem stalinistischen Führer Chorloogiin Tschoibalsan (1895 - 1952). Die Hauptstadt, welche zuvor den Namen Bajan Tumen (Баян Тумэн) hatte, wurde ebenfalls in Tschoibalsan umbenannt. 1963 erfolge die Umbenennung des Aimags auf den heutigen Namen Dornod. Die Hauptstadt aber behielt ihren Namen.
(Foto: Wikimedia)
An der Grenze kam es 1938/1939 zum Japanisch-Sowjetische Grenzkonflikt. Die Grenzstreitigkeiten betrafen den Unterlauf des Flusses Chalchin Gol. Die Japaner beanspruchten den Fluss als Westgrenze ihres Marionettenreiches Mandschukuo (滿洲國 Manshūkoku), während die Sowjetunion für die Mongolei einen 15 Kilometer breiten Gebietsstreifen am Ostufer beanspruchte. Schukow erhielt für den Sieg das erste Mal die Auszeichnung Held der Sowjetunion.
Tsagaan zeer  

Während der Migrationszeit überqueren mehr als eine Million Mongoleigazellen (Procapra gutturosa) den Osten der mongolischen Grassteppe. Sie wandern in Herden von über 50.000 Tieren und ziehen nach Süden, wenn es kälter wird, und während der heißen Jahreszeit nach Norden. Diese Migration ist die letzte große Wanderung von Huftierherden in Asien.

Der Bau der Transsibirischen Eisenbahn verdrängte sie in den Osten und Südosten. Leider haben die Wanderherden eine unsichere Zukunft wegen geplanter Ölbohrungen, Bau von Straßen und Pipelines, die ihre Wanderwege weiter abschneiden.

 

Aimags (Аймаг)der Mongolei
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