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04. Dezember 2012

Die drei Sprünge des Wang-Lun

王倫三跳記 Wáng Lún sāntiàojì (Wáng Lún + drei + Sprünge + Aufzeichnung)
1915
Autor: Alfred Döblin


Alfred Döblin: Die drei Sprünge des Wang-lun: Chinesischer Roman

Warum entschloss sich Alfred Döblin im Jahre 1912, einen chinesischen Roman zu schreiben? Der äußere Anstoß war ‚eine Zeitungsnotiz über einen Aufstand chinesischer Goldwäscher an der sibirischen Lena und dessen Unterdrückung durch zaristische Truppen".

Döblin sagte später über alle seine Werke:

„Da fesselte mich zu irgendeiner Zeit eine Meldung, ein Bericht. Es muß wohl allemal eine besondere Nachricht und Schilderung gewesen sein, denn wenn sie zündete und wirkte und ich sie festhielt, dann erwies sie sich als Keim in einer Mutterlauge, einer übersättigten Lösung: nun schossen die Kristalle zusammen.“

Die Zeitungsnotiz lenkte Döblins Aufmerksamkeit auf zwei repressive Staatsgebilde, in denen große soziale Umwälzungen zu erwarten waren: Die russische Revolution zeichnete sich 1912 bereits ab. In China wurde 1912 das Abdankungsedikt des letzten Kaisers verkündet.

Eine persönliche Krise veranlasste Döblin zum Schreiben:

„Von da ab Durchbruch oder Ausbruch literarischer Produktivität. Es war fast ein Dammbruch; der im Original erst fast zweibändige ,Wang-lun` wurde [...] überall geschrieben, geströmt, auf der Hochbahn, in der Unfallstation bei Nachrwachen, zwischen zwei Konsultationen, auf der Treppe beim Krankenbesuch; fertig Mai 1913.“
(Ingrid Schuster: Die drei Sprünge des Wang-lun. Stuttgart: Ernst Klett, 1980. ISBN 3-12-396200-8)

Als der Roman schließlich 1916 ausgeliefert wurde, reagierten Kritiker und Schriftstellerkollegen überraschend positiv. Da war zunächst der Stoff, der dem Zeitgeschmack entsprach. Seit 1910 hatte die Japanschwärmerei mehr und mehr einer Chinabegeisterung Platz gemacht, und seit dem Eintritt Japans in den Krieg auf Seiten der Alliierten war China das bevorzugte exotische Land geworden. Vor allem aber war die Thematik in einem wohl von Döblin 1913 nicht vorhergesehenen Maße zeitgemäß geworden.

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