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12. Januar 2013

Christliches Jahrhundert

切支丹世紀 Kirishitan seiki
キリシタン世紀 Kirishitan seiki
1549 – 1650
Maria-Kannon
マリア観音
japanische Madonnna mit Jesuskind
 
Ein Taifun treibt um das Jahr 1542 drei Portugiesen an Japans Küsten. Es sind die ersten Europäer In Japan. Ihnen folgen zunächst Kaufleute und Missionare aus den Seefahrernationen Portugal und Spanien, dann aber auch Händler aus den Niederlanden und England.
 
Katholische Missionare, die mit Händlern in Japan landeten, wurden anfangs freundlich empfangen. Man hielt die neue Religion für eine Spielart des Buddhismus. Besonders die Daimyō (大名) auf der südjapanischen Insel Kyūshū (九州) unterstützen die Jesuiten. Einige nehmen sogar den neuen Glauben an, mit ihnen viele Untertanen.
 
Aber von Anfang an war die Christianisierung auch politisch. Spanien und Portugal wollten vor allem wirtschaftlichen Einfluss gewinnen. So brachten sie eine weitere Neuerung ins Land: Schusswaffen.
 
Die Geschichte des Christentums in Japan begann 1549 mit dem Jesuiten-Pater Franz Xaver. Die darauf folgende Zeit der Mission wird in Anlehnung an ein Buch des Charles Ralph Boxer "The Christian Century in Japan" (1951) als das „christliche Jahrhundert“ Japans bezeichnet.

Das „christliche Jahrhundert“ Japans endete 1639 nach der Niederschlagung des Shimabara-Aufstands (島原の乱, Shimabara no ran) mit der Ausweisung der Handelsherren der Portugiesen und der Missionare.

Die Machtfülle der südlichen Regionalherren und die Arroganz einiger Jesuiten jedoch schüren den Argwohn der Zentralmacht. Der Gehorsam der Christen gegenüber dem Vatikan bedroht die Einheit des Landes. 1587 erlässt der Reichseiniger Toyotomi Hideyoshi (豊臣秀吉) das erste Verbot. Er lässt Kirchen schleifen, verweist die Missionare des Landes. Um den Handel nicht zu gefährden, wird das Missionsverbot jedoch nicht strikt umgesetzt. Als ein spanischer Kapitän aber die Machtfülle seines Königs preist und eine Invasion fremder Truppen befürchtet wird, verschärft Hideyoshi sein Vorgehen brutal.

Wurde jemand als Christ identifiziert, gab es für ihn zwei Möglichkeiten. Bekennende Christen wurden gekreuzigt oder verbrannt. Wer jedoch seinem Glauben abschwor, blieb am Leben und galt als umgefallener Christ (転び切支丹 korobi kirishitan).
 
Interessanter­weise gibt es bis heute Nach­fahren der Krypto-Christen, die lieber bei ihrer heimlich überlieferten Version des Christentums bleiben, statt sich der katholischen Mutterkirche anzuschließen.
 
Chinamission
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Japanmission
Christliches Jahrhundert 切支丹世紀 - Trampelbild 踏み絵 - verborgene Christen 隠れキリシタン - Francisco de Xavier サビエル
 
 

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