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04. Dezember 2012

Chun Doo-hwan

전두환, 全斗煥 Jeon Du-hwan (Familienname: Chun bzw. Jeon)
1931 – 1988

„Der frühere südkoreanische Präsident Chun Doo Hwan ist gestern von einem Bezirksgericht zum Tod verurteilt worden. Sein Nachfolger Roh Tae Woo [노태우; 盧泰愚No Tae-u]. wurde zu zweiundzwanzigeinhalb Jahren Haft verurteilt. Die beiden wurden wegen ihrer Rolle bei dem Militärputsch 1979 und der Niederschlagung der Demokratiebewegung von Kwangju [광주 민주화운동; 光州民主化運動 Gwangju Minju-hwa Undong; demokratische Bewegung Gwangju, Mai 1980] zur Verantwortung gezogen, bei der über 200 Demonstranten durch Militärs getötet wurden.“
(Die Welt vom 27. August 1996)

„Demokratie hat Chun Doo Hwan, 56, nie gelernt- Aufgewachsen zu Kolonial- und Kriegszeiten, Fallschirmjägergeneral mit Vietnam-Erfahrung, regiert er seit einem von ihm angezettelten Militärputsch vor sieben Jahren Südkorea [대한민국, 大韓民國 Daehan Minguk; Republik Korea] als autokratischer Staatschef. … Vorigen Monat wurden 4.000 Studenten vorsorglich eingesperrt, noch bevor sie gegen Chun demonstrieren konnten. … Seinen Nachfolger hat Chun längst ausgesucht: den Vorsitzenden der Gerechtigkeitspartei, Roh Tae-woo. … Roh ist ein Freund Chuns aus der Militärakademie. Als Befehlshaber der Garnison in Seoul [서울] hatte General Roh vor sieben Jahren für den Putscherfolg des Kameraden Chun gesorgt.“
(Der Spiegel vom 25. Mai 1987)

Chun Doo-hwan beendete die kurze Amtszeit seines Vorgängers durch einen Militärputsch und gelang im Dezember 1979 an die Macht. Demonstrationen gegen sein Regime im Mai 1980 in der Stadt Gwangju (광주, 光州) wurden im  Gwangju-Massaker blutig niedergeschlagen.

Im Oktober 1983 überlebte Chun einen – vermutlich nordkoreanischen - Bombenanschlag auf eine Regierungsdelegation in der birmanischen Hauptstadt Rangun, bei dem 17 Regierungsmitglieder getötet wurden.

Chun wurde 1996 für das Gwangju-Massaker zum Tod verurteil, doch vom Präsidenten Kim Young-sam (김영삼, 金泳三) begnadigt, den er zwanzig Jahre zuvor selbst zum Tod verurteilen ließ.
 
 

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