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04. Dezember 2012

Chentii

Хэнтий Chentii
Хэнтий Аймаг Chentii-Aimag
80.325  km²
71 Tausend Einwohner
0,9 Einwohner pro km²
Hauptstadt: Öndörchaan (Өндөрхаан)

chentii

 
„Der Chentii-Aimag (Хэнтий Аймаг) nordöstlich von Ulan Bator sieht sich als Urheimat der Mongolen. In den Gebieten zwischen Onon und Cherlen siedelten jene Stämme, die der junge Temüjin einigte und die ihn zum Dschingis Khan ernannten. Von hier aus begannen die Eroberungszüge, die Ost und West in Schrecken versetzten und durch die ein Weltreich entstand, in dem ein bis dahin nie dagewesener wirtschaftlicher und kultureller Austausch zwischen Europa und Asien stattfand. Den Zeugnissen der Geheimen Geschichte der Mongolen nach wurde Dschingis Khan hier geboren.“
(Marion Wisotzki, Erna Kappeli, Ernst von Waldenfels: Mongolei. Berlin: Trescher, 2008. ISBN 978-3-89794-117-5)
 
Der Chentii-Aimag ist eine mongolische Provinz, im Nordosten des Landes an der russischen Grenze.
 
Бурхан Халдун
Burchan Chaldun
Хэнтий нуруу
Chentii nuruu
Wer den Geburtsort von Tschingis Khan (Чингис хаан) und sein vermutliches Grab sucht, muss sich in den Chentii-Aimag begeben. Finden wird er trotzdem nichts, denn das Grab ist unbekannt. Man vermutet es auf dem Berg Burchan Chaldun, der als heilig angesehen wird. Am Oberlauf des Onon (Онон гол, Onon gol), der im Reservat entspringt, soll er geboren worden sein.
 
„Burchan Chaldun will ich jeden Morgen durch Opfer ehren, jeden Tag will ich ihn anbeten! Meiner Kinder Kinder seien dessen eingedenk! “
(Dschingis Khan: Die geheime Geschichte der Mongolen §103)
 
Der Name Burchan Chaldun bedeutet „Göttliche Weide“. Hier lebten Geister, die Wasser und Fruchtbarkeit brachten. Die Sippe Dschingis Khans, bestattete hier ihre Toten.
(Foto: Wikimedia)
 

Der Chentii-Aimag hat seinen Namen von Chentii-Gebirge, der Wasserscheide zwischen dem Arktischen Meer und dem Pazifischen Ozean. Das Gebirge erreicht eine Höhe von bis zu 2.800 Meter. Ein Teil des Gebirges umfasst das Khan-Chentii-Schutzgebiet. Dort befindet sich der heilige Berg Burchan Chaldun, dessen Umgebung als der Geburtsort von Dschingis Khan angesehen wird.
(Foto: Wikimedia)

Der Aimag hat sich in den letzten Jahren mächtig ins Zeug gelegt, um mehr Touristen anzuziehen. Insbesondere 2006, zum 800jährigen Jubiläum der Gründung des Mongolenreiches, wurden unzählige Veranstaltungen durchgeführt, ein Gedenkstein nach dem anderen enthüllt. Trotzdem besuchen nach wie vor nur wenige Gäste den Aimag. Ob es an den schwierigen Pisten liegt oder an fehlenden spektakulären Landschaften, ist schwer zu beurteilen.“
(Wisotzki, Kappeli, von Waldenfels: Mongolei. Berlin: Trescher, 2008. ISBN 978-3-89794-117-5)
林彪
Lín Biāo

Хэрлэн гол
Cherlen gol

Lín Biāo, der chinesische Verteidigungsminister und Herausgeber der „Mao-Bibel” (毛主席语录 Máo Zhǔxí yǔlù), stürzte am 13. September 1971 mit einer chinesischen Militärmaschine in der Nähe von Öndörchaan ab, mit ihm starben seine Frau und sein Sohn sowie sechs weitere Personen.

Angeblich, wollte Lín Biāo in die Sowjetunion fliehen. Für einen Putsch wurde nie ein Beweis vorgelegt. Ebensowenig für einen Raketenabschuss seines Flugzeugs. Aber vielleicht hat Lín Biāo wirklich mit der Sowjetunion konspiriert, weil er in China Chaos befürchtete.
(Foto: Wikimedia)

Der Cherlen (alte Schreibweise: Kerulen) ist ein 1264 Kilometer langer Binnenfluss.

In niederschlagsreichen Jahren kommt es vor, dass der Hulun Nur, der normalerweise abflusslos ist, an seinem Nordufer überläuft, um nach etwa 30 Kilometer in den Argun zu münden. Dadurch bekommt der Cherlen eine Verbindung zum Argun, der ab dort in seinem Unterlauf auf 944 Kilometer Länge die chinesisch-russische Grenze und anschließend den Amur bildet, so dass dann der 5.052 Kilometer lange Flusslauf Cherlen-Argun-Amur entsteht.

Cherlen bei Öndörchaan
(Foto: Wikimedia)

 
 
 

Aimags (Аймаг)der Mongolei
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