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03. Dezember 2012

Bridgestone

ブリヂストン Burijisuton (Brückenstein)
株式会社ブリヂストン Kabushiki-gaisha Burijisuton (Bridgestone Corporation)

bridgestone

„Es muss ein mächtiger Sprung ins kalte Wasser sein, als Shojiro Ishibashi [石橋正二郎 Ishibashi Shōjirō] 1906 mit gerade einmal 17 Jahren den elterlichen Tabi-Betrieb übernimmt. Tabis [足袋] sind damals fester Bestandteil der japanischen Tracht: knöchelhohe Socken mit abgeteiltem großem Zeh, der es zum Beispiel Arbeitern ermöglichen soll, an Gerüsten oder Seilen hochklettern zu können. Der junge Shojiro begreift die Chance seines Lebens und krempelt den Laden um: Verschlankung der Produktpalette, kürzere Arbeitszeiten mit freien Tagen - der Youngster von der Insel Kyūshū [九州] an der Südspitze Japans will seine Firma fit für die Zukunft machen.
 
(Foto: Wikimedia)

Die rasant fortschreitende Mobilisierung eröffnet für Ishibashi auch neue Werbemöglichkeiten. Bereits 1912 kurvt er mit dem Auto durch seine Heimatstadt Kurume  [久留米] und preist auf den Seitenwänden seine Tabis unter dem Markennamen Asahi an. Zugleich entwickelt Shojiro eine für japanische Verhältnisse revolutionäre Flatrate-Verkaufstaktik: Die Preise seiner Tabis werden nicht länger - wie allgemein üblich - nach ihrer Größe bemessen, die Socken kosten durch die Bank umgerechnet 20 Cent. Mit einem Schlag sind die Tabis von Ishibashi gefragt wie nie zuvor, und seine Marke Asahi wird Marktführer in Japan.

(Foto: Wikimedia)

Gleichzeitig beginnt der nun knapp 30-Jährige nach neuen Absatzmärkten zu suchen. In den Arbeiterkreisen Japans werden damals einfache Strohsandalen ([草鞋] ‚Waraji‘) angezogen, die nach Feierabend schlicht aufgetragen sind und täglich neu gekauft werden müssen. Ishibashis Idee: eine robuste Ausführung der Tabis mit haltbaren Gummisohlen zu schaffen. 1923 beginnt der Verkauf, die sogenannten Jika Tabis sind nicht nur in Arbeiterkreisen, sondern auch bei Schülern und Studenten beliebt. Vor allem aber kommt Shōjirō Ishibashi nun mit einem Werkstoff in Kontakt, der fortan sein Leben bestimmen wird: Kautschuk.

Mitten in der weltweiten Wirtschaftskrise beschließt Ishibashi, den ersten Autoreifen aus Japan auf den Markt zu bringen. Schnell ist ein entsprechender Maschinenpark in den USA organisiert, 1930 der erste Prototyp fertiggestellt.

Was dem Visionär Ishibashi aber noch fehlt, ist ein zugkräftiger Name, um sein Produkt auch weltweit mit Erfolg absetzen zu können. Aus den japanischen Silben seines Namens Ishi ([石] Stein) und Bashi ([橋] Brücke) formt der Unternehmer das englische Wort Bridgestone und gründet 1931 die Bridgestone Tire Company mit der ersten Reifenfabrik in Kurume. Der Verkauf beginnt mit einem gewagten Garantieversprechen: kostenloser Ersatz im Fall eines Defekts.

Im ersten Jahr musste die junge Firma 100.000 Reifen austauschen. Trotzdem gewinnt auch dieses Unternehmen von Ishibashi-san rasant an Fahrt. Bereits 1932 werden Bridgestone-Reifen von den großen US-Automarken Ford, General Motors und Chrysler zugelassen, der weltweite Handel blüht auf, bis das Handelsembargo der USA im Zuge des japanisch-chinesischen Kriegs (ab 1937) den Export schnell wieder einbrechen lässt.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kommt der weltweite Reifenmarkt wieder richtig ins Rollen. 1960 wird das Werk in Tokio eröffnet, gleichzeitig eine Arbeiter-Siedlung mit eigener Infrastruktur - vom Supermarkt bis zum Krankenhaus - geschaffen.“
(Jörg Lohse am 17. März 2011: In den Hallen des japanischen Reifenherstellers)

Das japanische Unternehmen Bridgestone ist der größte Reifenhersteller und wurde 1925 von Ishibashi Shōjirō gegründet. Ishibashi produzierte damals ausschließlich Tabi (足袋), traditionelle knöchelhohe Socken mit abgeteiltem großem Zeh. Bald aber fertigte er den ersten Reifen an. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Firma mit der Produktion von Motor- und Fahrrädern, verdiente aber am meisten mit dem Verkauf von Reifen an andere Motorradhersteller. 1970 wurde schließlich beschlossen, sich ganz auf die Produktion von Reifen zu spezialisieren.

Trotz des Namens stammt die Firma nicht aus den USA oder Großbritannien. Weil amerikanische und englische Produkte in Japan gerade in Mode waren, kam Ishibashi auf die Idee seinen Namen ins Englische zu übersetzen und die beiden Namensteile einfach umzudrehen. Aus der Steinbrücke (石橋 Ishibashi) wurde der Brückenstein – Bridgestone.
 

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