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03. Dezember 2012

Boxeraufstand

義和團起義 Yìhétuán Qǐyì (Aufstand der Verbände für Gerechtigkeit und Harmonie)
義和團運動 Yìhétuán Yùndòng (Bewegung der Verbände für Gerechtigkeit und Harmonie)
義和拳 Yìhéquán (Fäuste der Gerechtigkeit und Harmonie)
1900

„‚Ach so, jetzt wird mir's klar, ihr verehrt hier im Dorfe einen Klumpen Lehm ... Ihr seht nun ein, daß ihr einem Lehmklumpen die Verehrung bezeugt, und habt bisher geglaubt, das sei ein Gott’ – Sätze des deutschen Paters Volpert in einem chinesischen Dorf, von ihm selbst wiedergegeben. Die Geringschätzung und Arroganz, die hier zum Ausdruck kommen, waren für die Yìhétuán [義和團] geistiger Imperialismus als Vorbote des militärisch-wirtschaftlichen. Deshalb galten ihre Angriffe sowohl Missionsstationen als auch Eisenbahnlinien, die ihre Felder zerstörten, sowohl Kirchen als auch Telegraphenstationen. Kaiserwitwe Cíxǐ [慈禧], die wirkliche Herrscherin am Hofe, griff zu einer Hinterlist. Nachdem die kaiserlichen Truppen vergeblich gegen die Yìhétuán marschiert waren, erkannte Cíxǐ sie als legale Organisation an und ließ deren Heerscharen sogar Beijing besetzen.

Dort angekommen, belagerten die Yìhétuán das Viertel der ausländischen Gesandtschaften. Nachdem am 20. Juni 1900 der deutsche Gesandte Freiherr von Ketteler beim tollkühnen Versuch, gegen allen Rat ins chinesische Außenministerium zu gelangen, erschossen worden war, bildeten die Ausländer eine 26.000 Mann starke internationale Entsatztruppe unter Führung des britischen Admirals Seymour. ... Nach fast zweimonatiger Belagerung wurde das Gesandtschaftsviertel befreit; anschließend brach die Soldateska zu einer der barbarischsten Plünderungen der neuen Zeit auf. Weite Teile Beijings wurden in Schutt und Asche gelegt, die Alliierten raubten, brandschatzten und zerstörten. Viele der Kunstschätze, die wir jetzt in westlichen Museen bewundern, wurden in diesem schmählichen Beutezug entwendet.“

(Hartwig Bögeholz: Anders Reisen: China. Ein Reisebuch in den Alltag. 1997. ISBN: 978-3499190957)


 
Der Boxeraufstand war der Aufstand eines chinesischen Geheimbundes. Die Bezeichnung Boxer bezog sich auf das Schattenboxen ihrer Mitglieder, das sie angeblich gegen Gewehrkugeln unverwundbar machen sollte.
 

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