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03. Dezember 2012

Basho (Matsuo Basho)

松尾 芭蕉 Matsuo Bashō (Künstlername)
松尾 宗房 Matsuo Munefusa (eigentlicher Name)
1644 - 1694

道のべの
木槿は馬に
くはれけり
Michinobe no
mukuge wa uma ni
kuwarekeri
Am Straßenrand
die Sharonrose, von meinem Pferd
gefressen

„Zu dem Gedicht gehört die Anekdote, dass [der Zen-Mönch] Butchō Bashō immer wieder von der weltlich orientierten Haikai-Dichtung [俳句, lustiger Vers] abbringen wollte. Eines Tages unternahmen beide gemeinsam einen Spaziergang in den Nachbarort. Wieder einmal sprach Butchō das Thema an. Bashō antwortete, das Haikai sei nichts anderes als das, was hier und jetzt geschehe. Butchō wies auf eine Sharonrose am Wegrand und forderte Bashō auf, ein Gedicht zu verfassen. Unmittelbar antwortete dieser mit dem obigen Vers. Butchō war beeindruckt und akzeptierte von da an Bashōs Haikai-Dichtung.

Es ist überliefert, dass Butchō gesagt haben soll: „Was für ein schönes Gedicht! Ich wusste nicht, dass ein Haikai-Vers solch tiefe Bedeutung haben kann.“
(http://www.haiku-heute.de/Archiv/Wurm_Udo_Wenzel/wurm_udo_wenzel.html)


Bashō und sein Frosch-Haiku
(http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Basho_by_Kinkoku_c1820.jpg; Lizenz: gemeinfrei)

Der japanische Dichter Matsuo Bashō gilt als wohl bedeutendster Vertreter der Haiku-Dichtung. Er entwickelte die Versform des Haiku (俳句) von einem unbedeutendem Zeitvertreib gehobener Klassen zu einem Hauptgenre japanischer Poesie.
 
Frosch-Haiku
Wer nur ein einziges Haiku kennt, kennt wohl Bashōs so genanntes „Frosch-Haiku“:
 
古池や 蛙飛び込む 水の音
furu ike ya kawazu tobi komu mizu no oto
Der alte Weiher Ein Frosch springt hinein; Wasserplatschen.

In eine Samuraifamilie hineingeboren, zog Bashō (芭蕉) im Alter von 22 Jahren in ein buddhistisches Kloster. Wenn er das Bedürfnis nach Einsamkeit verspürte, zog er sich zurück in seine Hütte aus Bananenblättern (芭蕉 bashō).

Seinen Schüler riet Bashō: „Tritt nicht in die Fußstapfen der alten Meister, aber suche, was sie suchten.“

 

japanische Dichter
Basho 芭蕉 - Buson 蕪村 - Issa 一茶 - Shiki 子規

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