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03. Dezember 2012

Baseball

野球 yakyū (Feld +Ball; bereits 1894 geprägte Übersetzung)
ベースボール bēsubōru (base + ball; phonetische Übertragung)
 
 
„Deutsche haben, wie ich festgestellt habe, im Allgemeinen kein besonderes Interesse an Baseball. Japaner aber, auch diejenigen, die sich normalerweise nicht für Baseball interessieren, begeistern sich jeden Sommer für die Highschool-Baseballmeisterschaft in Japan, die 'Kōshien' [甲子園]. Wir sind zu Tränen gerührt, während wir alle den jungen Leuten mit vereinten Kräften Beifall spenden und sie mit Zurufen unterstützen. Und für diese Meisterschaft üben die Spieler bereits während ihrer gesamten Highschool-Zeit. Und man kann wohl auch ohne Zweifel sagen, dass diese Meisterschaft beinahe so etwas wie eine staatliche Sportveranstaltung ist.“
(http://www.japanlink.de/special/spe_04_60.shtml)
Das Baseballfeld hat die Form eines Diamanten (ダイヤ daiya)
(Foto: Wikimedia)
Batter (バッター battā)
Catcher (キャッチャー kyatchā)
Umpire (アンパイア anpaia)
(Foto: Wikimedia)
Pitcher (ピッチャー pitchā)
beim Wurf
(Foto: Wikimedia)
 
„Kaum eine Sportart spiegelt das japanische Naturell so wider wie Baseball. Anders als beim Fußball, wo sich einzelne Spieler gegenseitig den Ball abjagen, stehen sich beim Baseball zwei Teams in starrer Position gegenüber. Auch in der japanischen Gesellschaft ist ja jedem eine feste Rolle zugeteilt. Japaner mögen keine Überraschungen, die ihnen plötzliche Entscheidungen abverlangen.“
(der Sprachprofessor Mario Kumekawa im Spiegel vom 27. Mai 2002)
 
Baseball ist seit seiner Einführung im Jahr 1872 eine der beliebtesten Sportarten in Japan. Die oberste Spielklasse ist aufgeteilt in eine zentrale und eine pazifische Liga, die aber nicht diesen geografischen Bezeichnungen entsprechen:
 
Central League
セントラル・リーグ
Sentoraru Rīgu
Pacific League
パシフィック・リーグ
Pashifikku Rīgu
 
baseball-ligen
 
Baseball kurz und knapp

„Baseball ist in Deutschland nicht jedem geläufig und spätestens die Regeln den meisten mehr als unklar. Dabei wird lediglich ein Ball geworfen, geschlagen und im Kreis gerannt.

In einem Baseball-Spiel stehen sich insgesamt neun aktive Spieler pro Mannschaft auf einem Diamantförmigen Spielfeld mit vier Stationen (Bases [ベース bēsu]) gegenüber. ...

Eine Mannschaft hat das Schlagrecht und befindet sich somit in der Offensive. Sie muss versuchen den Ball zu schlagen und das Spielfeld anschließend von Base zu Base zu umrunden, um einen Punkt zu erhalten. Die andere Mannschaft versucht eben dieses Umrunden ihrer Kontrahenten zu verhindern, indem sie den geschlagenen Ball aus der Luft fängt oder schnellstmöglich vom Boden aufhebt und vor den Läufern an die angelaufenen Bases zurück befördert. Wurden insgesamt drei Umrundungsversuche vereitelt, wechseln sich die Mannschaften in ihren Rollen ab.

Nachdem beide Mannschaften jeweils in der Offensive und der Defensive gespielt haben endet ein sogenanntes Inning [イニング iningu]. Das Duell beginnt allerdings bereits beim Pitcher ([ピッチャー pitchā] Werfer) der defensiv aufgestellten Mannschaft.

Dieser wirft seinem eigenen Catcher ([キャッチャー kyatchā] Fänger) den Ball unter Absprache der Wurfart so zu, dass der Hitter ([打者 dasha] Schläger) der gegnerischen Mannschaft ihn möglichst gar nicht erst trifft. Damit es überhaupt möglich wird den Ball zu treffen, müssen natürlich gewisse Regeln beachtet werden. Am wichtigsten ist dabei eine definierte Strike Zone ([ストライク・ゾーン sutoraiku zōn] Schlagzone). Sie geht dem Hitter vom Knie bis zur Brust und ist etwas schmaler als sein Schläger weit reicht. Innerhalb dieser Zone darf der Pitcher werfen und muss der Hitter seinerseits den Ball erwarten und schlagen.
 
Trifft der Hitter den Ball dreimal nicht, so ist er raus aus dem Spiel, ohne dass es zu einem Laufversuch gekommen ist. Auch so können die für einen Wechsel benötigten Laufversuche unterbunden werden. Wirft ein Pitcher allerdings vier Fouls und damit unschlagbar außerhalb der Strike Zone, darf der Hitter einfach eine Base vorrücken. Ebenso verhält es sich, wenn der Pitcher den Hitter mit dem Ball treffen sollte.“
(Lukas Kowalski im Japanmagazin vom 25. März 2013: Baseball kurz und knapp)
 

Masaoka Shiki (正岡子規)
 
Der Begriff Yakyū

Der Begriff Yakyū geht auf den Haiku-Dichter Masaoka Shiki (正岡子規; 1867 - 1902) zurück, der in seiner Kindheit Noboru (升) gerufen wurde. Shiki begeisterte sich – bevor er erkrankte – für das neu eingeführte Baseball. In Anlehnung an seinen Kindheitsnamen wählte er das Pseudonym Nobōru (野球). No (野) ist das japanische Wort für „Feld“ und bōru (ボール) die japanische Aussprache des englischen Wortes für „Ball“ (japanisch: 球 kyū).

Die Schriftzeichen 野球 wurden später für „Baseball“ verwendet, allerdings mit einer völlig anderen Lesung: yakyū.

 

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