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03. Dezember 2012

Ainu

アイヌ Ainu (Mensch)

蝦夷 Ezo, oder Yezo (Barbaren - alte japanische Bezeichung)
ウタリ Utari (Kamerad – Eigenbezeichnung)
 
ainu
Junge Ainu-Frau mit tätowiertem Schnurrbart

(Ernst von Hesse-Wartegg: China und Japan. Erlebnisse, Studien, Beobachtungen.1900; S. 5)


Sollte man einen Vergleich wagen, dann kann man die Situation des Ainu-Volkes mit der Vergangenheit der amerikanischen Indianer vergleichen. Wie diese waren sie die Urbewohner und wurden von den Einwanderern vollständig an den Rand gedrängt.
Das Volk der Ainu wird als Ureinwohner Japans bezeichnet. Dies ist aber nicht korrekt, denn es gab mehrere Urvölker auf den japanischen Inseln.

„Was seit Jahrhunderten alle Reisenden, die mit den Ainu in Kontakt treten, als erstes frappiert, ist ihr Haarwuchs. Zu Recht gelten sie als die behaartesten Menschen der Welt! Neben üppigem, gewelltem Kopfhaar bilden die Körperhaare zuweilen ein wahres Vlies auf Gliedern und Schultern. Diese Fülle beeindruckt umso mehr, als sie von fast bartlosen Völkern umgeben sind.“
(Arlette und André Leroi-Gourhan: Eine Reise zu den Ainu. 1938)
„Die Aino Sprache ist einfach und wohllautend. Ihre Struktur erinnert in hohem Maße an die der japanischen; aber es gibt einige fundamentale Unterschiede, so zum Beispiel das Vorhandensein wirklicher persönlicher Fürwörter und die Bildung der passiven Form durch eine Vorsilbe. Der Wortschatz ist ebenfalls ganz verschieden. Die Art zu zählen ist außerordentlich kompliziert. So muß jemand, der sagen will, er sei neununddreißig Jahre alt, sich folgendermaßen ausdrücken: ‚Ich bin neun, plus zehn abgezogen von zweimal zwanzig.’
In Mr. Batchelors Übersetzung von Matthäus 12, 40 ist die Stelle ‚vierzig Tage und vierzig Nächte’ also übertragen: tokap rere ko tu hotne vere ko, kunne rere ko tu hotne rere ko, das heißt ‚Tag drei Tage zweimal zwanzig drei Tage, schwarze drei Tage zweimal zwanzig drei Tage’. Kein Wunder, daß die japanische Methode zu zählen vielfach dieses nahezu undurchführbare System verdrängt hat. Tatsächlich scheint die junge Generation überhaupt die Muttersprache zugunsten des Japanischen aufzugeben.“
(Basil Hall Chamberlain: ABC der japanischen Kultur. Ein historisches Wörterbuch. Zürich: Manesse)

 

Völker und Nationen

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