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03. Dezember 2012

Akupunktur

針灸 zhēnjiǔ (Stechen und Brennen)

 

Der US-Journalist James Reston erkrankte 1971 auf einer Reise durch die Volksrepublik China an einer Blinddarmentzündung. Reston erlebte den Eingriff bei vollem Bewusstsein mit lokaler Betäubung durch Akupunktur. Er berichtete in der New York Times über die „Nadel- und Kräutermedizin“ der Chinesen und musste Vermutungen entgegentretetn, wonach er die Operation nur inszeniert habe, um die Nadelanästhesie kennenzulernen: „Das ist nicht nur unwahr, sondern übersteigt auch meine Phantasie, meinen Mut und meine Bereitschaft zum Selbstopfer um ein beträchtliches Maß.“

Professor Liu Zhishun zeigte im Jahr 2000 in einem Gespräch mit Spiegel-Journalisten seine Abscheu gegen die Akupunktur-Schaustellungen während der Kulturrevolution:

„Erinnern Sie sich an diese Bilder beim Nixon-Besuch 1972, als ein Patient während der Akupunkturnarkose glücklich Mao-Sprüche aufsagte und Orangensaft trank? Möchte nicht wissen, wie’s dem während der Operation wirklich ging, und vor allem danach.“
(Erich Follath: Flug auf dem Tiger. China-Medizin. Der Spiegel vom 1. Mai 2000)

Der Begriff Akupunktur wurde von Pekinger Jesuitenmönchen im 17. Jahrhundert geprägt; er setzt sich zusammen aus den lateinischen Wörtern acus (Nadel) und punctura (Stich).

Das chinesische Wort für Akupunktur (針灸 zhēnjǐu) besteht aus zwei Teilworten, die die Hauptanwendung der Akupunktur beschreiben, nämlich dem Einstechen der Nadel und dem Erwärmen (Moxibustion) der Punkte (針 zhēn = Nadel + 灸 jǐu = Brennen).

 

Der Gelehrte Wang Weiyi ließ im Jahr 1027 eine kupferne Demonstrationsfigur gießen. Auf dieser Figur waren die Akupunkturstellen als Löcher markiert. Das Modell wurde mit Wachs beschichtet und mit Wasser gefüllt. Wenn der Student den richtigen Punktgetroffen hatte, spritzte es aus den durchstochenen Öffnungen.

In der Akupunktur werden rund 400 Akupunkturpunkte benutzt, die auf den so genannten Meridianen angeordnet sind. Zur Vereinfachung wurde das heute gängige Modell von zwölf Hauptmeridianen, die jeweils spiegelbildlich auf beiden Körperseiten  angelegt sind, eingeführt.


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