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17. November 2012

Wenn du die Sache in der Hand hast, bin ich beruhigt.

你办事,我放心。
Nǐ bàn shì, wǒ fàngxīn.

Worte, die Mao an seinen Nachfolger Huá Guófēng (华国锋) gerichtet haben soll. Da dieser als Fehlbesetzung gilt, wird dieser Ausspruch heute ironisch verwendet.
 
Huá Guófēng wurde 1976 als Nachfolger von Mao Zedong Vorsitzender der Kommunistischen Partei Chinas. In seiner kurzen Amtszeit vollzog sich der Übergang zur von Deng Xiaoping dominierten Periode der Öffnung Chinas.
 
Huá erwarb sich den Ruf eines fleißigen Parteiarbeiters. Da in seinem Kreis Mao Zedongs Geburtsort Shaoshan liegt, fiel es Hua leicht, die Aufmerksamkeit Maos zu erlangen, der ihn auf einem Heimatbesuch kennenlernte. Mao empfahl 1959, Hua zum Parteisekretär der Provinz Hunan zu wählen.
 
1971 wurde Hua in Peking mit der Leitung eines Ausschusses zur Untersuchung der Affäre um den plötzlich verschwundenen Verteidigungsminister und designierten Mao-Nachfolger Lin Biao beauftragt. Als Ministerpräsident Zhou Enlai am 8. Januar 1976 starb, wurde Hua zum geschäftsführenden Ministerpräsidenten ernannt. Endgültig übernahm er dieses Amt, nachdem er als Sicherheitsminister am 4. April die spontane Massenkundgebung in Peking hatte auflösen lassen, auf der anlässlich des Totengedenkfests Trauer um Zhou Enlai bekundet, aber auch Kritik an der zur Macht strebenden radikalen Fraktion geübt wurde. Anschließend wurde Deng Xiaoping beschuldigt, Anstifter gewesen zu sein, und aller Ämter enthoben. Dabei spielte Hua eine Schlüsselrolle gespielt. Mao soll zu ihm gesagt haben: „Wenn du die Führung übernimmst, kann ich beruhigt sein.“
Hua leitete daraus seinen Anspruch auf die Nachfolge Maos ab – tatsächlich bezogen sich diese Worte wohl eher auf seine Zuständigkeit in der Kampagne gegen Deng.
 
 
Hua versuchte, sich selbst als den berufenen, wahrhaft treuen Nachfolger Maos darzustellen (durch Änderung seiner Frisur bemühte er sich sogar um eine optische Angleichung an den Vorgänger). Er gab die Doktrin der „Zwei Alles“ aus: an allen Entscheidungen Maos sei festzuhalten, und alle seine Weisungen seien auszuführen.
 
Hua Guofengs Versuch, die „Viererbande“ zum alleinigen Sündenbock für alle Fehlleistungen zu machen, erwies sich als unhaltbar. 1981 wurde er als Parteivorsitzender abgelöst. Man verzichtete aber darauf, einen spektakulären Sturz zu inszenieren. Hua blieb weiterhin Mitglied des Zentralkomitees und bekleidete bis in die 1990er Jahre verschiedene einflusslose Posten.

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