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11. November 2012

Eine Eisenstange zur Nadel schleifen

铁杵磨成针
Tiě zhù mó chéng zhēn

Während der Tang-Dynastie (唐朝 Tángcháo) lebte der berühmte Dichter Lǐ Baí (李白, 701 - 762) der als Kind gerne spielte und sich nicht auf die Bücher konzentrierte. Als er wieder einmal ausgebüchst war, erblickte er eine alte Frau, die eine Eisenstange auf einem großen Stein schliff. Neugierig fragte er: „Oma, was macht Ihr denn da?”

Ohne von ihrer Arbeit abzulassen, erwiderte die alte Frau: „Ich will aus dieser Eisenstange eine Nadel herausschleifen, um damit zu nähen.“

Mit dieser Antwort unzufrieden, fragte Lǐ Baí weiter: „Was? Diese Stange wollt Ihr zu einer Nadel schleifen?“

„Wenn ich heute schleife und morgen wieder, wird sie ja immer dünner. Dann schließlich erreiche ich eines Tages doch mein Ziel.“

Lǐ Baí verstand diesen Wink mit dem Zaunpfahl und beschloss von da an, eifrig zu lernen. Letztlich wurde er zu einem großen Dichter.

Es fehlt allerdings noch der Treppenwitz zu dieser Anekdote. Zwar wurde Lǐ Baí zu einem der berühmtesten Dichter, die China jemals besaß, aber er wurde es sicher nicht, weil er ein strebsamer Mensch war. Im Gegenteil – er war ein versoffenes Genie, bestand keine Beamtenprüfung und schrieb viele seiner berühmten Gedichte im Vollrausch.

Verwendung:
Einen Eisenstab zur Nadel schleifen ist seitdem ein Sprichwort für rastlose Arbeit und will uns sagen, dass Ausdauer alles überwinden kann.
 
只    zhǐ    nur, bloß
要    yào    wollen, wünschen
功    gōng    anstrengen    Mühe, Anstrengung, Kung-fu
夫    fū    -   
深    shēn    tief
铁    tiě    Eisen; Langzeichen: 鐵
杵    chǔ    manchmal: bang (棒 = Stock, Knüppel)
磨    mó    mahlen, schleifen
成    chéng    werden
针    zhēn    Nadel; Langzeichen:  針

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