• Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
    Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
  • Schwerpunkt Korea
    Schwerpunkt Korea
  • Schwerpunkt China
    Schwerpunkt China
  • Schwerpunkt Japan
    Schwerpunkt Japan

Institutsleitung
Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
Conny Scheurer
0621-5203-410

_______________________

pdf» Information in English (pdf)
pdf» Partner Universities (pdf)

11. November 2012

Fleiß und Ausdauer

Fleiß und Ausdauer
 
Im Jahr 2012 wurde die chinesischstämmige US-amerikanische Juraprofessorin Amy L. Chua (蔡美儿 Cài Měi'ér) mit ihrem Erziehungsbuch „Battle Hymn of the Tiger Mother“ zu einer der am meisten umstrittenen Mütter weltweit. Gleich auf der ersten Seite erzählt sie, was ihre Töchter niemals durften: Kinderpartys besuchen, bei Freundinnen übernachten, fernsehen oder Computerspiele spielen. Nach dieser Einleitung beschreibt Frau Chua, wie sie mit enormem Druck versuchte, dafür zu sorgen, dass ihre beiden Töchter immer die Besten sein sollten.

虎妈的战歌
Hǔmā de zhàngē
Kriegsgesang der Tigermutter
(deutscher Titel: „Die Mutter des Erfolgs. Wie ich meinen Kindern das Siegen beibrachte“)

In einem Interview mit Dieter Kassel vom Deutschlandradio äußerte sich Bernhard Bueb, Autor des Buches „Lob der Disziplin“ und langjähriger Leiter der Internatsschule Schloss Salem, zu diesem Buch.
Kassel: „Aber ich verstehe Sie jetzt schon richtig, Herr Bueb, es sollte jeder lesen, aber es sollte dann nicht jeder das Ganze als Gebrauchsanleitung für das eigene Handeln nehmen?“
Bueb: „Auf keinen Fall. Es ist ja ein Erfahrungsbericht, zumal die Frau Amy Chua ja selber sagt, dass es gar nicht durchgehend erfolgreich war, ihr Handeln. Sie möchte nur, dass wir im Westen lernen, etwas von den chinesischen Methoden zu übernehmen, nämlich Kindern etwas abzuverlangen, Kindern nicht zu erlauben, dass sie Mittelmäßiges abliefern. Es gibt ja ein immer wieder zitiertes Beispiel, wo die Kinder ihr Geburtstagskarten schenken, und sie findet, dass die ziemlich widerlich gemacht sind, und gibt sie den Kindern zurück und sagt, ich habe Besseres verdient, ihr könnt mir nicht irgend so was Mittelmäßiges, Hingekritzeltes abliefern, macht etwas Besseres für mich. Und das finde ich richtig.“ …
Kassel: „Was mir völlig fehlt in dieser Erziehung, die Amy Chua da beschreibt, ist eine Erziehung zum Sozialen, ist eine Erziehung, die Menschen zu guten Menschen macht nicht nur im Sinne von immer die Nummer eins sein, sondern im Sinne auch von Teil der ganzen Welt zu sein, Teil der ganzen Gemeinschaft!“
Bueb: „Stimme ich Ihnen sofort zu. Das halte ich nun für chinesische Kultur oder die Kultur des jetzigen China. Solche Erfahrungen haben wir auch in Salem gemacht, wo wir häufig chinesische Schüler hatten, dass sie ganz einseitig fixiert waren auf Erfolg, übrigens auch in ganz bestimmten Bereichen nur, Naturwissenschaften, Musik und Mathematik, und der soziale Aspekt, den haben sie ganz schwer nur begriffen.“
(http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1377861/)

Der dumme Vogel fliegt zuerst.
Ein Vögelchen will das Meer auffüllen.
Übung macht den Meister.
Eine Eisenstange zur Nadel schleifen
Vor der Tür des Lu Ban mit der Axt prahlen
Am Dachbalken hängen und in den Schenkel stechen
Nur ein Härchen von neun Rindern.
Yu Gong versetzt Berge.

Über uns

Den Kern des Instituts bilden 15 ständige Mitarbeiter. weiterlesen ...

Studium

Das Studium schließt nach acht Semestern mit dem Bachelor of Science ab. weiterlesen ...

Publikationen

Veröffentlichungen und Forschungsbeiträge aus dem Institut  weiterlesen ...

Wort des Tages

Aktuelle chinesische oder japanische Begriffe weiterlesen...

Ostasienlexikon

Schlüsselwörter aus China, Japan, Korea, Mongolei, Hongkong, Macau und Taiwan weiterlesen...

Sprichwörter

„Es gibt da ein chinesisches Sprichwort …“ – Wer kennt sie nicht, diese Einleitung? weiterlesen...