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30. Mai 2011

Berichte über die Guizhou University in Guiyang

Die Universität der südchinesischen Provinz Gùizhōu (贵州) befindet sich in der Provinzhauptstadt Guìyáng (贵阳). Eine Redensart beschreibt Guizhou als ein Gebiet, in dem es „keine drei Tage ohne Regen, keine drei Hektar ohne Berge und keine drei Münzen in irgendeiner Tasche” gibt. Guizhou verzeichnet die höchste Niederschlagsmenge Chinas – nicht umsonst bedeutet der Name der Stadt Guiyang „wertvoller Sonnenschein“ – und eine sehr hohe Armutsquote, die darauf zurückzuführen ist, dass über 80 % der Landfläche von unerschließbaren Bergen und Karstböden bedeckt werden.

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Website
Vorbereitung
 
„Mit 3,7 Millionen Einwohnern ist Guiyang nicht mit Städten wie Shanghai oder Peking vergleichbar, aber trotzdem war es möglich nach einem westlich angehauchten Standard zu leben. Somit war ich nach der Ankunft positiv überrascht, da mir die Vorfreude von unseren Vorgänger ein wenig genommen wurde, die uns ein eher rückständiges Bild von der Stadt gegeben hatten.“ (Laura Minges)
 
„Besonders wichtig hierbei war für mich, dass man sich an der Guizhou University vor allem zu Beginn sehr gut um neue Austauschstudenten kümmert und ihnen bei organisatorischen Dingen zur Seite steht und zum Beispiel die Gesundheitstests oder die Beantragung des Visums für sie organisiert.“ (Benedikt Steffen)
 
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黔灵公园 Qiánlíng Gōng​yuán
(Foto: Andreas Heinemann)
 
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Allgemeines über die Hochschule
 
„Meine Gasthochschule befand sich 20 km außerhalb der Stadt Guiyang, im Stadtteil Huaxi. Eine willkommene Abwechslung zur hektischen Innenstadt, da sich rund um den Campus Parks, Natur und alte chinesische Dörfer abwechselten. Wie die meisten südlich gelegenen Provinzen, wird auch in Guizhou ein sehr starker Dialekt gesprochen, was für mich eine sehr große Umstellung war und das Lernen nicht vereinfacht hat. (z.B. 没有: Mandarin mei you, Guizhou-Dialekt mä dä, 你去哪里: Mandarin ni qu nali, Guizhou-Dialekt ni ke nade).“ (Laura Minges)
 
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筑城广场 Zhù​chéng Guǎng​chǎng
(Foto: Andreas Heinemann)
 
„Der erste Eindruck der Stadt Guiyang selbst vermittelt einen eintönigen, grauen, düsteren Anblick. Eine Stadt, die dazu keine Besonderheiten, wie typisch chinesische Sehenswürdigkeiten oder traditionellen Bauten, bietet und keine klassischen Merkmale aufweist, die eine Stadt prägen. Man bekommt den Anschein von der Außenwelt völlig abgeschottet zu sein, was sicherlich auch mit der teilweise altmodischen aber für China typischen Architektur und mit dem Verhalten der Menschen dort zu tun hat, wo Ausländer wesentlich seltener anzutreffen sind als in den Küstengebieten und somit als „Attraktion“ gelten. Umso höher ist die Aufmerksamkeit, die man dort erregt und die Menschen sind zu Ausländern höflicher als im Osten Chinas.“ (Willi Folenweider)
 
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Eingang zur Guizhou-Universität
links: 博学笃行 bó​xué dǔ​xíng
rechts: 明德至善 míng​dé zhìshàn
(Foto: Andreas Heinemann)
 
„Die für mich unangenehmste Zeit in China erlebte ich während der Wintermonate, an die ich mich sehr ungern erinnere. Obwohl in Guiyang das Thermometer nicht weniger als 2-3 Grad minus anzeigt, wird es in den Zimmern des Wohnheims, die über keine Heizungskörper verfügen (allgemein für Südchina üblich) und deren Fenster alles andere als isoliert sind, äußerst unangenehm. Man sollte sich dick einpacken oder am besten während dieser Zeit in etwas wärmere Gebiete aufbrechen.“ (Willi Folenweider)
 
„Den Kontakt zu chinesischen Studenten aufzubauen ist in der Regel sehr einfach, da man oft auf dem Campus angesprochen und nach kurzem Gespräch direkt zum Essen oder ähnlichem eingeladen wird. Auch beim Ausgehen in Bars und Club wird man sofort freundlich empfangen und zum Trinken eingeladen. Darüber hinaus hat man die Möglichkeit bei Aktivitäten wie dem Sportfest in verschiedenen Sportarten, wie zum Beispiel Fußball, Basketball und Leichtathletik antreten und sich mit anderen Studenten messen und Kontakt zu Ihnen aufbauen.“ (Benedikt Steffen)
 
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Unterricht
 
„Wir haben in kleinem Klassenverband (6-7 Studenten) Unterricht gehabt. Problematisch war allerdings, dass erste Semester eine unsere “Dozentinnen“ war selbst noch Studentin und besaß daher meiner Meinung nach nicht ausreichend Erfahrung, uns mit den angemessen Lehrmitteln chinesisch beizubringen. Die andere Dozentin konnte kein Hochchinesisch, was das Lernen ebenfalls erschwerte. 4 Fortschritte an der Universität, konnten wir meiner Meinung nach erst im zweiten Semester erzielen." (Mailing Bayrasy)
 
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Unterrichtsraum bei einem Lehrergeburtstag
(Foto: Andreas Heinemann)
 

Zu Beginn des Semesters wird das Sprachniveau von jedem einzelnen geprüft und man wird folgedessen ein eine Klasse eingestuft. Der Unterricht bestand aus 4 verschiedenen Fächer: Hörverstehen, Sprechen, Leseverstehen und Grammatik. Die Lehrer sprechen einigermaßen Mandarin aber es gab auch welche, die den lokalen Dialekt gesprochen haben. Diese bemühen sich aber Hochchinesisch zu unterrichten. In der Woche hatten also ungefähr 18 Stunden Unterricht.  ...

Im Allgemeinen gibt es nach in jedem Semester 2 Klausuren: Mid-term und Final-Klausur. Zwischendurch gab es Hausaufgaben und Vokabelntests. Ich fand es sehr interessant, wie meine Lehrer ihren Unterricht gestaltet haben. Manchmal hat man für Präsentationen auf Chinesisch geübt. Oft musste ich Aufsätze auf Chinesisch schreiben, die verschiedene Themen umfassen. So konnte man auch das chinesische Schreiben intensiver praktizieren. Für Vokabeltests musste man auch fleißig lernen, denn es gab jede Woche einen Vokabeltest-Wettbewerb. Alle mussten an die Tafel und wer am schlechtesten abgeschnitten hatte, musste vor der Klasse entweder tanzen, singen oder eine Geschichte auf Chinesisch erzählen. Um uns diese peinliche Situation zu ersparen, haben viele von uns sich gründlich auf den Test vorbereitet. Ich selbst musste einmal vorsingen und habe dann „alle meine Entchen" gesungen." (Lan Nguyen)
 
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天河潭
(Foto: Andreas Heinemann)
 
„Die Einteilung der Sprachkurse erfolgt in Klassen von 初级班, chujiban – Anfängerstufe, 中级班, zhongjiban – Mittlere Stufe und 高级班, gaojiban – Fortgeschrittene Stufe. Die jeweiligen Klassen werden je nach Klassengröße und Kenntnisstand der Austauschstudenten noch einmal unterteilt. Basierend auf dem Sprachniveau und den Erfahrungen mit der chinesischen Sprache, den die Austauschstudenten zu Beginn des neuen Semesters mitbringen, wird man dementsprechend den jeweiligen Klassen zugeordnet. So wird gewährleistet, dass jeder dem Unterrichtstempo folgen kann. Der Unterricht selbst umfasste folgende Fächer, die je nach Sprachniveau variierten: 综合 – Allgemeines Sprachverständnis, 口语 – Gesprochenes Chinesisch, 听力 – Hörverständnis, 阅读 – Literarisches Chinesisch und 写作 – Schreiben. Bezüglich der Vorbereitung für die Prüfung der chinesischen Sprachkenntnisse, namentlich HSK („汉语水平考试“, hanyu shuiping kaoshi), werden entsprechend der jeweiligen Stufen eigene, unabhängige Klassen und Kurse angeboten. Das Ablegen dieser auf einer bestimmten Mindeststufe stellte mehr oder weniger den Abschluss des Studienjahres dar.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit sich an weiteren Kursen wie Chinesische Kultur und Geschichte, Kalligraphie oder Chinesisch lernen durch Hören von chinesischen Liedern zu engagieren. Selbstverständlich steht einem selbst offen das Sportprogramm der Universität wahrzunehmen und an diversen Sportereignissen zu partizipieren.“
(Willi Folenweider)
 
„Hin und wieder hatten wir zwar Dozenten, die kein perfektes Mandarin sprechen, aber dafür wird neben der chinesischen Sprache auch viel über die chinesische Kultur und chinesische Gepflogenheiten gelehrt und mit einem Teil der Dozenten war sogar eine offene Diskussion über kritischere Themen möglich.“ (Benedikt Steffen)
 
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Fazit
 
„Leider war meine Zeit dort rückblickend gesehen viel zu kurz, der ich mit einem großen Wermutstropfen immer noch nachtrauere. Ich habe das Land, vor allem die weniger beliebte Stadt Guiyang, die vielen neu gewonnen Freunde, schätzen und lieben gelernt. Es fällt mir weiterhin schwer nach einem Jahr mein neu aufgebautes Leben dort aufzugeben und leider Abschied nehmen und „再见“, zai jian – „Auf Wiedersehen“ sagen zu müssen. China ist definitiv zu einer Art zweiten Heimat geworden, ich werde immer gerne wieder kommen..“ (Willi Folenweider)
 
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甲秀楼
(Foto: Andreas Heinemann)
 
„Mein Aufenthalt in China wird für mich positiv in Erinnerung bleiben, auch wenn es Höhen und Tiefen gab. Ich weiß, dass China nicht mein Traumland ist, aber zu dieser Erkenntnis kam ich schon vor diesem Aufenthalt. Es ist nur immer wieder erstaunlich, wie es ein so unproduktives, langsames, unfreundliches, ausländerskeptisches Land wirtschaftlich so weit gebracht hat. Meiner Meinung nach habe ich ‚das richtige China‘ erlebt. Das China, das man entweder liebt oder dem man skeptisch gegenübersteht.“ (Laura Minges)
 
„[,,,] alles in allem habe ich eine überwältigende Wärme und Neugier gegenüber meiner eigenen Kultur erlebt, was mir selbstverständlich sehr positiv in Erinnerung geblieben ist.
Da Guiyang zwischen den Bergen liegt, kommen Naturliebhaber vollkommen auf ihre Kosten.“ (Nadja Bierwagen)
 
„Alles in allem habe ich mein Leben an der Guizhou University sehr genossen. Es gab Höhen und Tiefen, vor allem in den kälteren Jahreszeiten, aber mit den vielen netten Leuten und dem meiner Meinung ansprechend gestalteten Unterricht, kann ich nur sagen, dass es ein sehr zufriedenstellendes und spannendes Jahr war.“ (Benedikt Steffen)
 
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