• Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
    Herzlich willkommen am Ostasieninstitut!
  • Schwerpunkt Korea
    Schwerpunkt Korea
  • Schwerpunkt China
    Schwerpunkt China
  • Schwerpunkt Japan
    Schwerpunkt Japan

Institutsleitung
Prof. Dr. Frank Rövekamp

Stellvertr. Leitung / Studienberatung
Christine Liew, M.Litt.
0621-5203-423

Sekretariat
Conny Scheurer
0621-5203-410

_______________________

pdf» Information in English (pdf)
pdf» Partner Universities (pdf)

30. Mai 2011

Berichte über die Hebei North University in Zhangjiakou

Die Hebei North University befindet sich in der Stadt Zhangjiakou (张家口) etwa 120 Kilometer nordwestlich von Peking (北京). Sie wurde erst im Jahr 2003 gegründet und hat 15.000 Studierende. 

zhangjiakou
Ansicht der Stadt Zhangjiakou

Zhangjiakou liegt im Nordwesten Chinas, in der Provinz Héběi (河北) und ist etwa 40-mal so groß wie Berlin. Dennoch ist es für chinesische Verhältnisse mit viereinhalb Millionen Einwohnern eher klein und war darum bisher auch für Touristen nicht sehr interessant. Das hat sich 2014 mit dem Anschluss an einen neuen Hochgeschwindigkeitszug geändert, der in 45 Minuten die rund 200 Kilometer entfernte Hauptstadt Peking erreicht. Außerdem eröffnete die Stadt 2013 einen neuen Flughafen.

Zhangjiakou diente als militärischer Vorposten gegen den Ansturm der mongolischen Reiter auf Peking. Die Regierung der Ming-Dynastie im 14. – 17. Jahrhundert verdoppelte daher die berühmte Große Mauer im Bereich der Stadt, um einen zusätzlichen Schutz gegen die als grausam und wild verrufenen Mongolen zu haben. Die Stadt lag an der Karawanenstraße Peking–Ulan Bator und war daher eine wichtige Station für reisende Händler. Leider schwand dieser Ruhm als 1905 die Transsibirische Eisenbahn eröffnet wurde. Zhangjiakou ist im Norden von Hochebenen begrenzt und mit ihren sommerlichen Temperaturen um 23 Grad für die Einwohner von Peking, die im Sommer unter brütender Hitze leiden, ein beliebtes Ausflugsziel. Sogar der Wein weiß diese Wärme zu schätzen. Seit 1983 gibt es in Zhangjiakou die China Great Wall Wine Company Ltd., die mit Firmen in Italien, Frankreich und Deutschland zusammenarbeitet.

In der Nähe gibt es einige Skipisten, hier kann man sich preiswert ganze Ausrüstungen leihen und somit richtige Skiferien machen. Es haben sich sogar einige Schweizer hier niedergelassen, die im Skisportbetrieb tätig sind und ein wenig alpines Flair nach Ostasien gebracht haben.

Basierend auf diesen Skipisten soll Zhangjiakou zu einem nationalen Wintersportzentrum ausgebaut werden. Die Stadt bewirbt sich gemeinsam mit Peking um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022.

Die Anbindung an die Hauptstadt ist jetzt schon gut ausgebaut. Von Zhangjiakou nach Peking fahren jeden Tag stündlich je ein Zug und ein Reisebus.

web-hebei-north
Website

Der Studienort
 
Entgegen dem, was man immer über Zhangjiakou hört, war ich persönlich doch sehr zufrieden mit der Wahl der Stadt. Sie ist viel ruhiger als Beijing, wo mir das tägliche Leben bei schlechter Luft, Stau auf den Straßen und vollen Metros unter der Erde schon nach kurzer Zeit zu viel wurde. Der Verkehr in Zhangjiakou hingegen ist sehr angenehm. Busse fahren von der Uni direkt ins Zentrum (20 Minuten) und auch mit dem Taxi kostet es auf die Entfernung nicht mal 2 Euro. An vielen Tagen hat man strahlend blauen Himmel und klare Luft." (Sandra Mende)
 
„Die Stadt an sich muss man sich trotz der hohen Bevölkerungsdichte von 4,5 Millionen Einwohnern, wie eine Kleinstadt vorstellen. Sie ist umgeben von drei kleineren Gebirgen, die man praktisch überall im Hintergrund sehen kann, und durchzogen von einem Fluss. Die Luft ist frisch und sauber, das Klima sehr angenehm. Im Winter empfiehlt es sich aber mehrere Schichten zu tragen, v.a. da der Klassenraum praktisch nicht geheizt wird, trotz einer Außentemperatur von bis zu -30°C.“ (Tamara Klähn)
 
Allgemeines über die Hochschule
 
„Die Partneruniversität des Ostasieninstituts ist die Hebei North University (河北北方学院). Die Universität hat einen medizinischen Schwerpunkt, bietet aber auch eine vielfältige Reihe anderer Studiengänge an, wie Chemie, Psychologie, BWL, Informatik, Musik, Englisch und so weiter. Es gibt etwa 400 ausländische Studenten, überwiegend aus Pakistan, Afghanistan und Ghana, allerdings keine weiteren Studenten aus Europa. Die ausländischen Studenten studieren alle Medizin und können auf freiwilliger Basis nebenher ein bisschen Grundlagen Chinesisch lernen, woran die meisten aber kein Interesse haben." (Linda Altmann)

Die Betreuung durch das Ausländer-Büro war sehr gut. Seit letztem Jahr ist Direktor Wang (王主任) für alle ausländischen Studenten zuständig, der sehr aufmerksam und hilfsbereit ist. Er hat mir bei meiner Ankunft sehr schnell geholfen eine Wohnung zu finden und war für mein Visum zuständig. Außerdem hat er mich bei der Anmeldung für die HSKs unterstützt und mir die Stadt  Zhangjiakou vorgestellt und mir gezeigt was man unternehmen kann und wie am schnellsten und günstigsten nach Peking kommt. Bei jeglichen Problemen oder Fragen hätte ich mich bei ihm melden können. Ab und zu haben wir gemeinsam gegessen und uns über das Studium unterhalten. Da Direktor Wang die Studenten des OAI zum ersten Mal betreut, hat sich immer sehr für mein Feedback interessiert, dass er seine Arbeit optimieren kann und auch den folgenden Studenten einen angenehmen Studien-Aufenthalt bereiten kann" (Linda Altmann)
 
„Die Betreuung durch das Ausländer-Büro war, auch bei wohlwollender Betrachtung, eine reine Katastrophe. Der Lehrer Wang, der zuvor wohl zuständig gewesen ist, hatte mit uns im Voraus zwar Email-Kontakt und versicherte uns, dass alles bestens geplant sei, jedoch haben wir ihn vor Ort nie kennengelernt." (Sandra Mende)
 
„Im Winter muss man sich meist nicht vor der Kälte fürchten. Zu Hause hält die (nicht regulierbare) Zentralheizung so schön warm, dass man die Fenster aufmachen muss. Draußen zieht man dann drei Schichten mehr sowie Mundschutz an und es kann einem eigentlich nichts passieren." (Sandra Mende)
 

logo-hebei

Unterricht
 
„Aufgrund der Tatsache, dass die ausländischen Studenten allesamt Medizin studieren, gibt es keine Klassen für Ausländer, die Chinesisch studieren und bereits Vorkenntnisse haben. Der einzige Chinesisch-Unterricht für die Medizin-Studenten ist auf Anfänger-Niveau. Am Anfang des ersten Auslandssemesters sollte ich mit etwa 15 anderen afrikanischen und pakistanischen Studenten zusammen studieren, allerdings waren die ersten 2 Unterrichtsstunden ein totales Fiasko, da keiner der anderen Studenten Vorkenntnisse hatte, sie keine Lust auf den Unterricht hatten und dazu noch die Lehrerin gebeten haben mir keine Beachtung zu schenken, da ich ja angeblich schon perfekt Chinesisch kann und die Anfänger in der Überzahl sind. Daraufhin bekam ich dann Einzelunterricht in 阅读 Lesen, 听力 Hörverständnis, 口语 Sprechen, 语法 Grammatik und 汉语水平考试 HSK-Vorbereitung. Die Stunden waren sehr wenig, gerade mal insgesamt circa 10h die Woche. Der Unterricht war einigermaßen in Ordnung, aber ich habe mehr erwartet. Deshalb habe ich mich über einen Zeitraum von etwa 2 Monaten in den Unterricht 现代汉语 Modernes Chinesisch für chinesische Studenten reingesetzt und zugehört.“ (Linda Altmann)
 
„Das einzig Gute an der Schule waren zwei der unterrichtenden Lehrerinnen, Frau Jiang und Frau Zhang, die wirklich Interesse für uns zeigten. Sie gingen flexibel auf unsere Wünsche ein und Frau Jiang machte sich sehr viele Gedanken zur interessanten Gestaltung des Unterrichts. Frau Zhang war stets bei Fragen zu erreichen und hat uns immer bei Buchbestellungen aus dem Internet geholfen." (Sandra Mende)
 
„Der reguläre Unterricht wurde in verschiedene Kompetenzbereiche aufgeteilt: Mündlich, Schriftlich, Grammatik, Allgemein und HSK-Unterricht. Alle Fächer wurden auf Chinesisch unterrichtet, sofern es Verständigungsprobleme gab, konnte man sich jedoch auch mit Englisch behelfen.
Für uns persönlich waren die Unterrichtsinhalte mal mehr und mal weniger sinnvoll aufgebaut. Äußerung von Wünschen zur Unterrichtsgestaltung wurde jedoch eher selten entgegengekommen.“ (Tamara Klähn)
 

logo-hebei

Fazit
 
Ich denke Zhangjiakou wird in Zukunft für OAI-Studenten sehr attraktiv werden, da die Stadt immer moderner wird und je mehr Studenten in den nächsten Jahren dorthin gehen, desto mehr kann die Universität Erfahrungen mit deutschen Studenten sammeln und das Studienangebot verbessern. Außerdem ist Zhangjiakou die einzige der 5 Partnerstädte des OAIs, welche im Norden liegt und somit sehr gute Lernbedingungen für Hochchinesisch schafft.“ (Linda Altmann)
 
„Zusammenfassend war es trotz allem ein sehr lehrreiches Jahr, in dem wir eine große Menge an Geduld und Durchhaltevermögen (so wie in der Kälte als auch im Diskutieren) gelernt haben. Trotz vielem nicht Erfreulichen, habe ich auch viel Schönes erlebt. Für welche Uni man sich entscheidet bleibt jedem selbst überlassen. Zhangjiakou hat nicht nur Schlechtes. Doch wenn man sich für diese Uni entscheidet, sollte man auch wissen, dass man es womöglich schwerer als an den anderen haben wird." (Sandra Mende)
 
„Ein Jahr in Zhangjiakou lässt sich allgemein gut überstehen. Innerhalb weniger Stunden erreicht man Beijing und von dort aus viele andere Orte.
Unsere größte Enttäuschung über das Auslandsjahr war allerdings die mangelnde Betreuung durch die Universität. Die Lehrerschaft war entweder mit der Situation von fünf deutschen Auslandsstudentinnen überfordert oder grundsätzlich unmotiviert uns in irgendeiner Weise behilflich zu sein.“ (Tamara Klähn)
 

logo-hebei


Berichte über die Partnerhochschulen des Ostasieninstituts

logo-akita logo-aoyama logo-fuzhou logo-guangxi logo-guilin
Akita Aoyama Beijing
Normal
Fuzhou Nanning Guilin
logo-guizhou logo-hebei logo-kansai logo-nagoya logo-takasaki
Guiyang Zhangjiakou Kansai
Gaidai
Kyoto
Sangyo
Nagoya Takasaki


Zurück zur Übersicht

 

Über uns

Den Kern des Instituts bilden 15 ständige Mitarbeiter. weiterlesen ...

Studium

Das Studium schließt nach acht Semestern mit dem Bachelor of Science ab. weiterlesen ...

Publikationen

Veröffentlichungen und Forschungsbeiträge aus dem Institut  weiterlesen ...

Wort des Tages

Aktuelle chinesische oder japanische Begriffe weiterlesen...

Ostasienlexikon

Schlüsselwörter aus China, Japan, Korea, Mongolei, Hongkong, Macau und Taiwan weiterlesen...

Sprichwörter

„Es gibt da ein chinesisches Sprichwort …“ – Wer kennt sie nicht, diese Einleitung? weiterlesen...