Doppelneun

重九 chóngjiǔ (doppelt + neun)
重陽節 chóngyángjié ( doppelt + Yang + Fest)

„Es gibt wenige Dinge im himmlischen Reiche, die nicht auf irgend eine Weise mit dem Aberglauben des Volkes verknüpft sind. Auch bei den Drachen trifft dies zu. In altersgrauer Zeit weissagte einmal ein Wahrsager jemand, sein Haus werde am neunten Tage des neunten Monats von einem großen Unglück betroffen werden. Um diesem zu entfliehen, ging der Mann an dem bezeichneten Tage mit seiner Familie in die Berge. Als er am Abend zurückkam, fand er alle seine Haustiere tot vor. Seitdem gehen die Chinesen an diesem Tage gern aus, und wenn möglich auf einen Berg. ...

Als Zeitvertreib kam dann allmählich für diesen Tag das Vergnügen auf, Drachen steigen zu lassen. Daran knüpfte man später den Glauben, die Drachen seien imstande, alle Sorgen mit wegzunehmen. Deshalb kann man mitunter das seltsame Schauspiel sehen, dass ein Mann seinen Drachen nicht wieder einzieht, sondern die Schnur durchschneidet. Der Drache fällt dann zur Erde, und mit ihm nach der Meinung des Chinesen die ganze Sorgenlast, die ihn vorher bedrückt hat.“
(Ruhstrat: Sittenbilder aus China)


Feste und Feiern im Jahresverlauf
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