Die Geschichte vom weinenden Kamel

Ингэн нулимс Ingen nulims (Tränen des Kamels)

2003
Regisseure: Byambasuren Davaa (Даваагийн Бямбасүрэн Dawaagiin Bjambasüren) und Luigi Falorni

„Süd-Mongolei, Wüste Gobi, Frühjahr 2002: ‚Auf dass du kraftvoll stehende Höcker und starke Füße bekommst!’ Eine Nomadenfamilie begrüßt das erste in diesem Frühjahr geborene Kamelfohlen, schmückt es mit einem bunten Halfter, das aus der Wolle eines erwachsenen Tieres geflochten ist. Ein wenig Milch wird als Opfer dargebracht, damit die Wünsche in Erfüllung gehen. … Ein Kamelfohlen nach dem anderen wird geboren, nur eines lässt auf sich warten. Für die Mutter ist es die erste Geburt; zwei Tage quält sie sich, bis ihr Junges endlich zur Welt kommt – es ist ein weißes Fohlen. Ein verklebtes, nasses Etwas liegt hilflos und schwach im Sand; der Urgroßvater haucht ihm den eigenen Atem ins Ohr. Als die Nomaden der Mutter ihr Fohlen zeigen, bleckt diese jedoch die Zähne und dreht sich immer wieder weg. So verstört, zornig und misstrauisch ist sie nach der schweren Geburt, dass sie das Junge ablehnt.

Das weiße Fohlen wird von seiner Mutter nach wie vor abgelehnt. Immer wieder nähert es sich, kämpft um Milch und Liebe, aber die Mutter drängt es zornig weg. Schließlich werden die Hinterbeine des Kamels gefesselt, damit das Fohlen in Ruhe trinken kann. ‚Mama, wenn das Kleine von der Mutter keine Milch bekommt, muss es dann sterben?’, fragt Ugna.

Die Nomadenfamilie beschließt, ein Hoos-Ritual durchzuführen, um die beiden zusammen zu bringen, dafür braucht sie einen guten Geiger. Dude, der älteste Sohn, soll einen Musiker aus dem Aimak-Zentrum in der Stadt holen. Ugna will unbedingt mit. Und weil er schon reiten kann, wie er immer wieder betont, darf er tatsächlich dabei sein. Stolz sitzt er auf seinem Kamel, als er und sein Bruder aufbrechen, obwohl er kaum über den Höcker gucken kann.“

(Frank Ehrlacher http://www.moviemaster.de/archiv/film/film_3245.htm)
 

Die Geschichte vom weinenden Kamel ist ein deutsch-mongolischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 2003.  Buch und Regie stammen von der aus der Mongolei stammenden Regisseurin Byambasuren Davaa und dem italienischen Regisseur und Kameramann Luigi Falorni. Beide sind Studenten an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film.

 

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