Der Kreidekreis

灰闌記 huīlánjì (Asche + Barriere + Erzählung, Aufzeichnung)
Autor: Li Xingdao (李行道)

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Der Kreidekreis ist ein Theaterstück des chinesischen Schriftstellers Li Xingdao (李行道) aus der Zeit der Yuan-Dynastie (元朝 Yuáncháo, 1271–1368), das Klabund und Bertolt Brecht zum Vorbild für eigene Stücke nahmen.

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Der Kreidekreis ist in Deutschland durch diese Nachdichtungen fast bekannter als in China. Maßgebend hierfür dürfte gewesen sein, dass das Motiv des salomonischen Urteils bereits aus dem Alten Testament vertraut ist.

Es geht um das Schicksal der Heldin Haitang, die als Kurtisane ihre betagte Mutter und ihren liederlichen Bruder durchbringen muss. Ihre Lebensverhältnisse scheinen sich zu bessern, als der wohlhabende Herr Ma sie zu seiner offiziellen Nebenfrau nimmt. Nachdem sie ihm jedoch einen Sohn geboren hat, sieht sie sich immer mehr der Eifersucht der kinderlosen Hauptfrau ausgesetzt. Diese vergiftet Herrn Ma und schiebt Haitang den Mord in die Schuhe. Außerdem macht sie ihr auch noch das Kind streitig. Der Richter erweist sich als unfähig und verurteilt Haitang. Dann reicht er den Fall schließlich zur Bestätigung an den Oberrichter Bao weiter. Richter Bao fällt den Spruch, das Kind solle derjenigen gehören, die es über einen mit Kalk markierten Strich zu sich herüberziehen könne. Haitang, die befürchtet, dem Kleinen dabei die Arme zu brechen, verliert und gibt sich eben dadurch als wirkliche Mutter zu erkennen.


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